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"Erdbeerfeld" soll gekauft werden: Sportplatz-Planung geht in die nächste Runde

lt. Nottensdorf. Der erste Schritt in Richtung des umstrittenen Sportplatz-Baus in Nottensdorf (das WOCHENBLATT berichtete) ist getan. Einstimmig bei zwei Enthaltungen hat der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung in alter Besetzung beschlossen, die Verwaltung damit zu beauftragen, das für den Sportplatzbau benötigte "Erdbeerfeld" neben dem Freizeitpark an der B 73 zu sichern. Dabei sollen auch mögliche Flächen für Parkplätze und die Erschließung berücksichtigt werden. Anschließend könne der neue Rat dann den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Sportplatz“ fassen, resümierte der scheidende Ortsbürgermeister Hans Alpers-Janke. So könne ausgeschlossen werden, dass bei einem Scheitern der Grundstücksverhandlungen Planungskosten in Höhe von bis zu 15.000 Euro entstünden.

Deutlich wurde, dass die Gemeinde eine Beteiligung des Vereins "Noki in Action" am Sportplatzbau erwartet. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man die Planungen aber lediglich auf den Weg bringen, so Alpers-Janke. Der neue Rat müsste dann "das Beste daraus machen" und die endgültige Entscheidung treffen.

Bereits in der Bürgerfragestunde am Anfang der Sitzung wurden mehrere kritische Stimmen zum geplanten Sportplatz laut. Unter anderem machen sich einige Anwohner nach wie vor Sorgen wegen der möglichen Lärmbelästigung. Außerdem fürchten sie, dass die Zuwegung sehr teuer werden könnte und dass die Bereitstellung von ausreichend Parkplätzen ein Problem sein könnte.
Es wurde auch kritisch angemerkt, dass der Noki-Vereins-Vorsitzende Dierk Heins die Nachfolge von Hans Alpers-Janke als Bürgermeister antreten werde.
Was der Bürger, der die Anmerkung machte, aber noch nicht wusste: Der Verein hat kürzlich den ehemaligen Zweiten Vorsitzenden Thorsten Bogotzek zum neuen Vorsitzenden gewählt. Heins ist nicht mehr Mitglied des Vorstandes.

"Wir wollten schon im Vorfeld Probleme ausschließen", sagt Thorsten Bogotzek auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Der Verein sei froh, dass der Rat nun die Planungen angeschoben habe. Es gebe auch schon viele Ideen, wie die Noki-Mitglieder sich persönlich und finanziell in den Sportplatzbau einbringen könnten. Erstmal wolle man aber abwarten, ob das Grundstück auch wirklich von der Gemeinde erworben werden könne, so Bogotzek.
Derzeit hat der Verein rund 250 Mitglieder, davon etwa 60 aktive Fußballspieler. Die trainieren im Winterhalbjahr auf dem Sportplatz in Helmste, weil der im Sommer von Noki genutzte Platz in Horneburg an der Hermannstraße keine Flutlichtanlage hat.