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Erhalt und Ausbau statt Neubau

Initiativen wollen sich maximal an Neubewertung der Straßenbauprojekte in Niedersachsen beteiligen


tp. Stade.
Gemeinsam wollen vier Bürgerinitiativen mehr Einfluss nehmen auf die Neumeldung von Straßenprojekten des Landes Niedersachsen für den zukünftigen Bundesverkehrswegeplan. Das wurde beim Treffen von Vertretern der Initiativen verabredet, die sich mit der geplanten Küstenautobahn A20 durch den Landkreis Stade sowie den Autobahnen A33, A39 und E233 befassen. „Unser Ziel ist der Verzicht auf diese Straßenbauprojekte zugunsten des Ausbaus der Bahn für Güter- und Personenverkehr“ betonte der Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Hans-Christian Friedrichs.

„Nach den aktuellen Bewertungskriterien für den neuen Bundesverkehrswegeplan wird es in Niedersachsen keine großen Neubauprojekte mehr geben“, ist sich Susanne Grube vom Koordinationskreis gegen die A20 sicher. Das Land solle sich frühzeitig darauf einstellen, dass der Großteil der bisher angemeldeten 228 Projekte keine Chance auf Realisierung habe. Selbst die Speditionswirtschaft weise auf den wachsenden Erhaltensrückstand hin, der immer größeren Aufwand für Umwegfahrten erfordere und stütze damit die Forderung nach Erhalt und Ausbau statt Neubau.

Die Initiativen wollen sich maximal in das vom Land angekündigte Neubewertungsverfahren für eine Verkehrsinfrastruktur einbringen, das den Ansprüchen von Finanzierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung gerecht werden müsse. Sie verabredeten eine enge Kooperation und Nachfolgetreffen.