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Erneut Verzögerungen beim Horneburger Neubaugebiet "Blumenthal"

lt. Horneburg. Beim geplanten Neubaugebiet "Blumenthal" in Horneburg kommt es erneut zu Verzögerungen. Der Bebauungsplan muss in Teilen geändert und neu ausgelegt werden. Darüber informierte Planer Peter Kranzhoff die Bürger kürzlich bei der Bauausschuss-Sitzung des Flecken Horneburg.
Zum einen muss eine Überplanung der Kreisstraße 44 korrigiert werden. Ein ein bis zwei Meter schmales Flurstück sei versehentlich in den geplanten Lärmschutzwall einbezogen worden, so Kranzhoff. Dagegen hatte der Landkreis Stade Einspruch erhoben. Der Wall werde nun entsprechend versetzt.
Außerdem muss der Bebauungsplan im süd-östlichen Bereich (Misch- und Gewerbegebiet) geändert werden. Weil auf dem Gelände eines bestehenden landwirtschaftlichen Betriebes in der Nachbarschaft neue Lagerflächen für Gras- und Maissilage entstehen und außerdem eine Stall-Erweiterung geplant ist, ändert sich die Geruchsimmisionsbelastung.
Die Baugebiete im betroffenen Bereich müssen nun anders festgesetzt werden. In bestimmten Bereichen dürfen keine baulichen Anlagen errichtet werden, in dem sich dauerhaft Personen aufhalten (z.B. Büroräume). Dort seien nur Parkplätze oder Lagerflächen möglich.
Wenn die Erweiterungen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb stattgefunden haben, soll aber ein neues Gutachten erstellt werden, das die tatsächliche Geruchsbelastung misst, so Kranzhoff. Womöglich könnten dann doch noch Büros auf der Gewerbefläche entstehen.
Um eine flexible und bedarfsgerechte Parzellierung der Gewerbeflächen zu gewährleisten, fallen eine bisher geplante Stichstraße und ein Fußweg durch den Lärmschutzwall weg.
Wie berichtet, soll ein insgesamt 24 Hektar großes Gebiet zwischen der Issendorfer Straße, der K 44 und der Straße Blumenthal in Abschnitten erschlossen werden. Im allgemeinen Wohngebiet werden Einzelhäuser und Doppelhäuer zugelassen, im Mischgebiet im süd-östlichen Bereich können auch Reihen- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Im eingeschränkten Gewerbegebiet am süd-östlichen Rand des Baugebietes sind größere Gebäude zulässig. Ausgeschlossen seien aber z.B. Tankstellen und Vergnügungsstätten, so Kranzhoff.
Auch für eine Kindertagesstätte ist eine Fläche im östlichen Bereich vorgesehen. In der Mitte des Neubaugebietes ist zudem ein Spielplatz geplant. Angebunden wird die Siedlung über die Straße Blumenthal an die Issendorfer Straße und im Westen an die K 44. Die vorhandenen Wege werden in ein gliederndes Grünsystem eingebunden. Intern wird die Siedlung durch Ringstraßen erschlossen. Es gibt nur eine Sackgasse und eine Wendeanlage.