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Fassadenfiguren in Lebensgröße

Entwürfe für die Fassadengestaltung "Harschenflether Weg" (Foto: Werner Krömeke/Baukunst Studio)

Architekt und Künstler stellt Entwürfe für neues "Tor zu Altstadt" vor / Stelen als Wegweiser

tp. Stade. Die Stader Altstadt soll attraktiver werden: Auf der jüngsten Sitzung des Kultur- und Tourismusausschusses geben die Lokalpolitiker grünes Licht für gleich zwei besondere Projekte: die Verschönerung des Fußgängerdurchganges zwischen dem Museum Schwedenspeicher und dem Stadtwerke-Gebäude am Hafen sowie die Installation besonderer Stelen als moderne Innenstadt-Beschilderung.
Für das neue "Tor zur Altstadt" zogen der städtische Kulturchef Dr. Andreas Schäfer und der Stadtbaurat Lars Kolk den Hamburger Architekten und Maler Werner Krömeke zu Rate. Im Ausschuss präsentierte er seine Entwürfe für eine besondere Fassadengestaltung.
Seine Visualisierung für den "Harschenflether Weg" ist eine großflächige künstlerische Installation an der Rückfassade des Stadtwerke-Hauses. Auf rund 20 Metern Länge entlang des Gehweges will er auf bedruckten, großflächigen Aluminium-Verbundplatten historische Fotografien aus dem Stadtleben zwischen 1870 und 1950 zeigen. Krömeke weist als Beispiel auf ein Foto von 1874 hin, das lebensgroß einen Arbeiter beim Verladen von Ware an einer Luke des Schwedenspeichers zeigt. Weiter gehört eine Collage zu den Tätigkeiten der Stadtwerke, einem ehemaligen Gaswerk, zu dem Konzept. Abgeschlossen wird die Zeitreise mit einem Foto des gesamten Areals um 1950.
Erklärend sollen den Bildern Texte über das alte Hafenquartier und seine Bewohner aus der Feder des Stader Museumsdirektors Dr. Sebastian Möllers und der Stadtarchivarin Dr. Christina Deggim hinzugefügt werden.
Die Kosten von 14.000 Euro für das Freiluft-Kunstwerk mit einer Haltbarkeit von zehn bis 15 Jahren teilen sich die Stadt und die Stadtwerke.
Moderne Wegweiser stellte Frank Tinnemeyer, Teamleiter der Stade Tourismus
GmbH, in dem Gremium vor. Zwischen Bahnhof und Tourist-Info am Hafen sollen ein Dutzend Stelen als Ersatz für die ungepflegten und unübersichtlichen Schilder (Armwegweiser) erreichtet werden. An den neuen Säulen sind schwarze Platten aus dem Leichtbau-Verbundstoff CFK mit weißer Schrift befestigt. Die Stelen werden mit einem Stadtplan und nützlichen Infos zu Sehenswürdigkeiten, öffentlichem Toiletten, Fahrradständern und Parkplätzen versehen. Über QR-Codes erhalten Nutzer von Smartphones weitere Informationen zu den Attraktionen der Stadt.
Bei der Projekte sollen im Frühjahr, pünktlich zu Beginn der Tourismus-Saison, umgesetzt werden.