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Ferienspaß auch für Flüchtlingskinder in Stade

Berichteten im Ausschuss: Stadtjugendpfleger Marc Olszewski (Mi.) mit Amaru Moscoso Schmulke, Jungenpädagoge, und Catherine Bartl, Mädchenpädagogin

Stadtjugendpfleger will Qualität der Sommeraktion verbessern

tp. Stade. Insgesamt 179 unterschiedliche Angebote - vom Ausflug in den Heidepark Soltau bis zum Kekse-Backen - und mehr als 3.100 Einzelbuchungen: Quantitativ war die Ferienspaßaktion 2016 der Stadt Stade wieder rekordverdächtig. Nun aber soll das Angebot mengenmäßig "für bessere Qualität" gedrosselt werden. Das kündigte jetzt der neue Stader Stadtjugendpfleger Marc Olszewski in einem Bericht im Kinder- und Jugendausschuss an.

Olszewski sprach sich insbesondere für längere Aktivitäten von sechs bis acht Stunden Dauer aus. Diese Zeit würden Kinder, Jugendliche und die pädagogischen Betreuer mindestens zum Kennenlernen brauchen. Die Reduzierung der Angebotszahl käme außerdem den Mitarbeitern zugute, die bei der Ausarbeitung des Programms mitunter durch "hohe Planungsintensität" belastet würden.

Zudem sollen 2017 die zahlreichen in Stade lebenden Flüchtlingskinder integriert werden: "Das haben wir in diesem Jahr noch nicht geschafft", räumte der Stadtjugendpfleger ein. Er will dazu rechtzeitig Kontakt zu den Flüchtlingshilfe-Organisation knüpfen.

Die Jugendpflege sei weiterhin auf die Unterstützung der Vereine in der Stadt und den Ortschaften angewiesen. Sein Wusch: "Es sollen sich noch mehr Vereine beteiligen."

Im Jahr 2016 investierte die Stadt in die Aktion Ferienspaß, die es in Stade seit 1979 gibt, 29.900 Euro. Rund 14.000 Euro flossen durch die meist geringen Teilnehmerbeiträge in die kommunale Kasse zurück.

• Eine Vorreiterrolle nimmt die Stadt Stade in der geschlechtsspezifischen Jugendarbeit ein, bei der Benachteiligung abgebaut und Gleichberechtigung gefördert werden soll. Jungenpädagoge Amaru Moscoso Schmulke bot Jungen u.a. Naturerlebnisse ganz ohne Smartphone an. Mädchenpädagogin Catherine Bartl, die auf diesem Posten erst kürzlich Claudia Naaf-Pawolka ablöste, stellt sich derzeit den Jugendlichen in den Stadtteilen vor und will im kommenden Jahr "mit der programmatischen Arbeit beginnen".