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Flotte Kreisel und belebte Plätze

Abends schließen die Cafés am zentralen Pferdemarkt. Der Busbahnhof (hi.) blockiert die städtebauliche Entwicklung des Platzes

Neue "Stader Ideen": Lästige Ampelkreuzungen abschaffen/Bühne und Pavillon am Pferdemarkt

tp. Stade. Mit fortschrittlichen "Stader Ideen" reagiert WOCHENBLATT-Leserin Corinna Kunze (47) auf einen gleichlautenden Aufruf unserer Zeitung: Mehr Gastronomie und eine Open-Air-Bühne am Pferdemarkt, flotter Kreisverkehr statt nerviger Ampelschaltung an den Pendlerstraßen B73 und B74, die sich am südlichen Stadtrand kreuzen. Zumindest in letztgenannter Angelegenheit tut sich was. Zur Entlastung des stark frequentierten Verkehrsknotenpunktes planen die Stadt und die Landesstraßenbaubehörde in Stade moderne Kreisverkehrsplätze.

Laut dem Chef der Landesstraßenbauamtes, Hans-Jürgen Haase, sind die Staus an der Bundesstraßenkreuzung - anders als von vielen Verkehrsteilnehmern angenommen - kein Problem mangelnder Leistungsfähigkeit der Ampelanlage. Die Verkehrsbehinderungen hätten ihre Ursache an der innerstädtischen Ampelkreuzung Bremervörder Straße/Bielfeldtweg/Am Schwarzen Berg und an der Ampelkreuzung B73/Thuner Straße im Südosten der Stadt.

Für einen Kreisverkehr an der Thuner Straße hat die Landesstraßenbaubehörde Entwürfe in der Schublade. Für das Bauprojekt seien noch Detail-Abstimmungen und eine Begutachtung durch die Verkehrskommission mit Vertretern der Polizei, Stadt und Straßenbaubehörde nötig. Die Fertigstellung des Verkehrsrunds an dieser Stelle ist laut Haase erst in einigen Jahren realistisch. Durch die an die B73 angrenzende, städtische Thuner Straße sei die Stadt bei der Finanzierung mit in der Pflicht, so der Behördenchef.
An der Bremervörder Straße plant die Stadt langfristig einen Kreisverkehr. Laut Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms haben sich "Kreisverkehre in Stade bewährt". Die städtische Finanzplanung sehe Haushaltsmittel für einen Umbau allerdings frühestens für das Jahr 2019 vor.

Zur Belebung des zentralen Platzes Pferdemarkt wünscht sich Corinna Kunze, selbstständige Betriebswirtin, "Gastronomie, die auch am Abend geöffnet hat". Ähnlich wie am Fischmarkt müssten sich dort Wirte mit kleinen, gemütlichen Lokalen niederlassen, "dann hätte man in der Innenstadt zwei belebte Plätze", so Kunze. "Am Pferdemarkt wäre eine offene, für Musiker frei nutzbare Bühne denkbar, die Publikum anlockt." Platz für die Bühne wäre ihrer Ansicht nach am angrenzenden Busbahnhof. Dieser müsste, wie in der Politik bereits diskutiert, an die Stockhausstraße verlegt werden. "Einen großen Pavillon mit Gastronomie könnte ich mir dort auch vorstellen", regt Kunze an.

"Gute Idee", findet Stadtbaurat Schröder-Doms. Die Verlegung des Busbahnhofes sei "unverändert ein Thema". Die Öffnungszeiten der örtlichen Gaststätten allerdings sei "leider ausschließlich die Entscheidung der Betreiber".

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