Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Gewerbegebiet Bliedersdorf: Sind die Wellness-Pläne vom Tisch?

Der Bau einer Wellness-Anlage im Bliedersdorfer Gewerbegebiet gestaltet sich offensichtlich komplizierter als gedacht
lt. Bliedersdorf. Ein Buxtehuder Investor möchte im Bliedersdorfer Gewerbegebiet auf insgesamt gut 8.000 Quadratmetern ein riesiges Wellness-Resort bauen lassen. Diese Nachricht beunruhigte bereits vor rund einem Jahr einige Bürger der kleinen Geest-Gemeinde aus zweierlei Gründen (das WOCHENBLATT berichtete). Zum einen fürchtete so mancher, dass dort ein Bordell entstehen könnte. Zum anderen kam durch die damals vorgenommene Änderung des Bebauungsplanes heraus, dass ein seit Jahrzehnten beliebter Trampelpfad zwischen dem Gewerbegebiet und dem benachbarten Baggersee offiziell gar nicht von Spaziergängern genutzt werden darf, weil besagter Pfad über privaten Grund und Boden verläuft.
Inzwischen hat die Gemeinde Bliedersdorf von der Firma Bunte, die im Gewerbegebiet Sand abbaut, einen vier Meter breiten Streifen gekauft. Er verläuft rund fünf Meter östlich des "alten" Trampelpfades und darf nun auch ganz offiziell von den Bürgern zum Spazierengehen genutzt werden - und sieht auch schon ziemlich "eingetrampelt" aus.
Ortsbürgermeister Rainer Schulz will sich am kommenden Sonntag bei einem Ortstermin persönlich ein Bild machen. Er gehe aber davon aus, dass der Streit um den Trampelpfad nun aus der Welt geschafft sei.
Unklar ist immer noch, ob im Gewerbegebiet tatsächlich eine Wellness-Anlage entsteht. Um die Pläne zu realisieren, müsste der Investor noch ein zweites Grundstück von der Gemeinde kaufen, teilt Horneburgs Bauamtsleiter Roger Courtault auf WOCHENBLATT-Nachfrage mit. Bislang gehöre dem Buxtehuder nur ein rund 4.000 Quadratmeter großes Grundstück. Die Verwaltung werde den Investor zeitnah anschreiben und fragen, ob er sein Vorhaben noch umsetzen wolle, so Courtault.
Die Gemeinde sei nach wie vor bereit zu verkaufen, sagt Rainer Schulz. Wenn der Investor aber zu viel Zeit verstreichen lasse, müsse die Gemeinde einen anderen Weg gehen. Auch die Kreissparkasse habe nämlich Interesse an dem letzten unverkauften Grundstück im Gewerbegebiet, so der Orts-Bürgermeister.
Der Investor hat seine Pläne noch nicht vollkommen aufgegeben, teilt er auf WOCHENBLATT-Nachfrage mit. Leider gestalte sich die Umsetzung aber komplizierter als zunächst gedacht.