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Große Pendler-Befragung in Horneburg

Horneburgs Kämmerer Alexander Götz wird Montag Karten an Autofahrer verteilen (Foto: lt)
lt. Horneburg. Wer am kommenden Montag in Horneburg parkt und eine Postkarte unterm Scheibenwischer findet, braucht keine Angst zu haben - es handelt sich dabei weder ein Ticket noch um Werbung. Es gilt lediglich, fünf Fragen zu beantworten und der Verwaltung damit wichtige Informationen für die Erstellung eines Parkkonzeptes zu liefern.
Denn nach der Sommerpause nimmt das Thema nun buchstäblich Fahrt auf. Kämmerer Alexander Götz und seine Mitarbeiter verteilen am Montag 350 Postkarten an Pendler, die rund um den Bahnhof parken und wollen z.B. wissen, ob diese bereit wären, Gebühren zu bezahlen, um in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes parken zu können oder welche Strecke von einem kostenfreien Parkplatz bis zum Bahnhof für sie zumutbar wäre.
Wie berichtet, ist die Parkplatzsituation schon lange angespannt. Die vorhandenen Parkplätze am Bahnhof (die übrigens alle kostenfrei sind) reichen nicht aus. Viele Pendler parken deshalb in den umliegenden Wohngebieten und nerven damit die Anwohner oder behindern die Müllabfuhr.
Da sich der Flecken-Rat aus finanziellen Gründen im Frühjahr zunächst gegen den Bau eines Parkhauses am Bahnhof ausgesprochen hat, wird nun nach Alternativen gesucht. Wie berichtet, hätte das Parkhaus rund drei Mio. Euro gekostet. Trotz verschiedener Zuschuss-Möglichkeiten hätte der Flecken als Bauherr am Ende immer noch mehr als 800.000 Euro beisteuern müssen. "Die Horneburger Steuerzahler würden dann ein Parkhaus bezahlen, was hauptsächlich von Pendlern aus anderen Kommunen genutzt werden würde", sagt Götz.
Als Alternative zum Parkhaus komme u.a. eine derzeit ungenutzte Fläche an der Wilhelmstraße als Pendler-Parkplatz infrage, so der Kämmerer. Der Flecken führe diesbezüglich Verhandlungen mit der Firma Heinssen, der die Fläche gehört. Der Fußweg von dort zum Bahnhof beträgt rund 500 Meter.
Im Rahmen der Erstellung eines Gesamt-Parkkonzeptes denkt der Flecken auch über Halteverbote in den Wohngebieten und die Ausstellung von Parkausweisen für Anwohner nach. Voraussichtlich im Herbst wird das Konzept im Bauausschuss vorgestellt.