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Grüne warnen vor ökologischen Folgen des A20-Baus

tp. Stade. Die Wirtschaftlichkeit des geplanten Elbtunnels zwischen Drochtersen und Glückstadt sowie die geplanten sieben Abschnitte der Küstenautobahn A20 von Drochtersen bis Westerstede sollen aufgrund veränderter Datengrundlagen auf den Prüfstand. Das sieht ein Antrag des Grünen-Kreisverbandes Stade für den Landesparteitag der Grünen am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Februar, in Stade vor. „Bei der Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines Projektes wie die A20 spielen die zu erwartenden Verkehre und auch die Kosten eine maßgebliche Rolle, die sich im Kosten-Nutzen-Verhältnis niederschlagen“, schreiben die Grünen in ihrer zweiseitigen Antragsbegründung. „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Elbquerung und für die sieben Abschnitte der A20 fußt auf weit überhöhten Verkehrsannahmen und deutlich unterschätzen Kosten“, zählen die Grünen auf. Der Stader Kreisverband der Grünen bezieht sich dabei auf die Aussagen des Bundesrechnungshofs, der die Kosten für die Elbquerung als deutlich unterschätzt ansieht. Auch die Baukosten für die Autobahn sehen die Grünen als völlig unterschätzt an und nennen dabei den extrem schwierigen Baugrund, der bis zu 45 Prozent aus Mooren besteht. In ihrer Antragsbegründung führen die Grünen Zahlen aus einem Gutachten des Wirtschaftsrates der CDU von 2007 an. Dort kamen die Gutachter bis 1995 auf einen Wert von 26,8 Millionen pro Autobahnkilometer. „Danach würde die Autobahn von Drochtesen bis Westerstede rund 3.1 Milliarden Euro kosten und nicht wie von den Planern zuletzt angesetzten 1,35 Milliarden“, rechnen die Grünen vor.
Zudem sehen die Grünen für die Region vor allem ökologisch unumkehrbare negative Folgen. Die Autobahn würde durch bisher weitgehend unberührte und schützenswerte Landschaften führen und dadurch Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten zerstören.