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Hammah 2040 - die Visionen der Bürger

Ortsbildprägend: die Sparkasse (li.) und das Landhaus Hammah
 
Bürgermeister Stefan Holst (li., OLH) und sein Stellvertreter Marc-André Wolfkühler von der SPD

Großer Wunsch ist ein kulturelles Zentrum für alle Generationen / Hoher Gestaltungsanspruch

tp. Hammah. Die neue "Planungsgruppe Ortsmitte" in Hammah hat am Montagabend zum dritten Mal ein internes Treffen abgehalten, um Zukunftsideen für den ländlichen Wohnstandort zu entwickeln. Wie berichtet, hatten die beiden neuen Bürgermeister, Lehrer Stefan Holst (Offene Liste Hammah, OLH), und sein Stellvertreter, Polizist Marc-André Wolfkühler (SPD), eine entsprechende Aktion zur Bürgerbeteiligung gestartet. Zwischenzeitlich wurden in der aus rund 30 Ehrenamtlichen, Lokalpolitikern und den Bürgermeistern bestehenden Arbeitsgruppe Ziele und Visionen unter dem Titel "Hammah 2040" formuliert.

Demnach soll das wachsende Geest-Dorf in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten in rund zwei Jahrzehnten ein Ort mit ausgeglichener Bevölkerungsstruktur, kurzen, barrierefreien Wegen, in dem Kinder sicher Treffpunkte selbständig erreichen können, sein. Weitere wichtige Punkte sind attraktives Wohnen und Arbeiten, vielfältige Mobilitätsangebote, aktuelle Kommunikationstechnik sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Herzstück der Planungen, die von dem Ingenieurbüro "Mensch und Region" in Hannover mit einem städtebaulichen Entwicklungskonzept professionell begleitet werden, ist ein kulturelles Zentrum für alle Generationen. In der Ortsmitte gibt es laut dem Bürgermeister-Duo gleich drei Gebäude, die sich für diesen und verschiedene andere Zwecke öffentlich nutzen lassen: das kleine, reetgedeckte Rathaus, die frühere Sparkasse mit schmucker Fachwerkfassade und die Gaststätte "Landhaus Hammah", die seit 35 Jahren samt Grundstück im Eigentum der Gemeinde ist. Alle drei benachbarten Immobilien sind durch ihre norddeutsche Architektur ortsbildprägend und werden der Forderung der Planungsgruppe nach anspruchsvoller Gestaltung gerecht.

Es gibt viel zu berücksichtigen: Noch immer ist die Betreiber-Nachfolge für das Landhaus Hammah offen. Wie berichtet, wollen die Gastwirts-Eheleute Heike und Günter Reck den in zweieinhalb Jahren auslaufenden Pachtvertrag aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht verlängern. Stefan Holst macht Interessenten "mit Lust auf Gastronomie" Mut: "Mit dem richtigen Konzept kann das Landhaus eine Goldgrube sein."

Nach anfänglichen Diskussionen über einen Abriss des Landhauses wegen des hohen Sanierungsstaus, der laut Stefan Holst "in die Millionen geht", haben sich die Bürger zwischenzeitlich für einen Erhalt des Landhauses ausgesprochen. Große Umbauten, u.a. mit Entfernen von Gebäudeteilen, sollen allerdings möglich sein.

Denn das Grundstück ist auch als potenzieller Einzelhandelsstandort im Gespräch. "Doch noch ist alles offen", so Stefan Holst, der weiteren Workshops nicht vorgreifen will. Die Frage "Hammah, quo vadis?" soll bei einer Abschlussveranstaltung der Bürgerbeteiligung in einem halben Jahr beantwortet werden. Marc-André Wolfkühler betont: "Es sind weiter Bürger-Ideen gefragt - es darf in jede Richtung gedacht werden."

• E-Mail an info@spd-oldendorf-himmelpforten.de (Marc-André Wolfkühler).