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Hansestadt Stade plant eine Begegnungsstätte

Hier plant die Stadt eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer. Nicht alle sind begeistert von der Idee (Foto: privat)
bc. Stade. Die Hansestadt Stade möchte eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer im Stadtteil Ottenbeck schaffen. Dafür will Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) ein früheres Atelier (ca. 150 Quadratmeter) in der sogenannten CulturCentrale Ottenbeck (abgekürzt: CCO) am Ende des Heidbecker Damms anmieten.

„Der Plan soll kurzfristig umgesetzt werden“, so Nieber. Wie berichtet, sollen in Ottenbeck maximal 200 Asylbewerber untergebracht werden. Sofern alle Gebäude fertiggestellt sind, könnten alleine im Bereich Sophie-Scholl-Weg mehr als 100 Flüchtlinge wohnen.

Bekanntlich hatte jüngst der Stadtteilverein „Ottenbecker Forum“ moniert, dass in dem früheren Kasernengebiet ein echter Stadtteiltreff fehlt - ein nicht kommerzieller Ort, wo sich Interessensgruppen spontan oder regelmäßig einfinden können. Aus der Idee, das alte, zentral gelegene Trafo-Häuschen zu einem solchen umzubauen, wurde jedoch nichts. Die Stadt hat mittlerweile Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht.

Vorübergehend konnte die Ottenbecker Flüchtlingshilfe Räume im Gründungs- und Innovationszentrum von der Stadt nutzen. Jetzt will Nieber eine dauerhafte Begegnungsstätte einrichten.

Einer, der von den Plänen wenig hält, ist Burkhard Bosse - ein Mann der ersten Stunde, der die CulturCentrale in den Räumen der ehemaligen Flugleitzentrale einst mit aus der Taufe gehoben hat. Burkhard Bosse ist Miteigentümer des Gebäudes.

„Eine Begegnungstätte ist eine Abkehr von der Widmung des Hauses. Die Verbindung von Wohnen und Öffentlichkeit ist ein unlösbarer Konflikt“, sagt Bosse.
Er habe damals die Idee zu dem Projekt gehabt: Wohnen und Kunst unter einem Dach. Über die Jahre ist die CulturCentrale zu einer Heimat für Maler, Fotografen, Autoren, Musiker und Schmuckdesigner geworden.

Bosse hätte es besser gefunden, wenn das Trafo-Häuschen eine Begegnungsstätte geworden wäre: „Hier wäre die Infrastruktur schon vorhanden gewesen. In dem Atelier kann sie nicht geschaffen werden. Wegen der Treppen ist sie auch behindertenfeindlich.“