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Hansestadt Stade spart Geld beim Parkhaus-Bau

Die teurere Variante mit Metall-Lamellen wurde mit knapper Mehrheit im Sommer abgelehnt (Foto: Blunk und Morgen)
bc. Stade. Der Parkhaus-Hochbau an der Wallstraße in Stade steht in den Startlöchern, abgerissen ist das alte Gebäude bereits (das WOCHENBLATT berichtete). Wie jetzt bekannt wurde, hat die Stadtverwaltung bei den Ausschreibungen für die Pfahlgründungsarbeiten Geld eingespart. Laut Stadtbaurat Lars Kolk liegt der Betrag zwischen 300.000 und 400.000 Euro. Da liegt die Frage auf der Hand: Könnte man das eingesparte Geld nicht nutzen, um die Fassade des Parkhauses doch noch ein wenig aufzuhübschen?
Wie berichtet, hatte sich der Stader Rat im Sommer mit ganz knapper Mehrheit für die günstige Stabgitter-Variante entschieden - statt für eine hübschere Alternative mit Metall-Lamellen und Holz-Optik. Kolk geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nicht davon aus, dass diese Einsparung reichen wird, um die optisch wertvollere Fassade bauen zu können - zumal der Kostenrahmen mit insgesamt rund zehn Mio. Euro auf Kante genäht ist - wie übrigens auch das Zeitfenster. Immerhin soll das Parkhaus Ende des Jahres 2017 fertig sein, wenn das Einkaufszentrum eröffnet wird.
Außerdem könne die Stadt bei der Fassaden-Gestaltung jetzt nicht einfach die Rahmenparameter in der Ausschreibung verändern. Das könnte unterlegene Firmen auf den Plan rufen, das Ausschreibungsergebnis juristisch anzufechten. Bis Ende Januar können noch Angebote europaweit abgegeben werden. Im Februar finden dann die Preisverhandlungen für die Vergabe statt.
Worüber man laut Kolk später möglicherweise nachdenken könnte, wäre eine gesonderte Ausschreibung zu starten, um die Fassade aufzuwerten - aber nur wenn sich am Ende tatsächlich herausstellen sollte, dass noch Geld übrig ist, was Kolk derzeit für unwahrscheinlich hält: „Das ist ohnehin noch Zukunftsmusik.“