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High-Tech-Piste durchs Moor

Für denn Unterbau der K63 werden tonnenweiise Snad aufggetragen

Bröckel-Beton ade: Millionensanierung der Kreisstraße K63 in Groß Sterneberg


tp. Groß Sterneberg. Im Landkreis Stade ist der Zustand der Landesstraßen niedersachsenweit am schlechtesten (das WOCHENBLATT berichtete). Doch es gibt auch gute Nachrichten: Vielerorts schafft die Kreis-Verkehrsbehörde Abhilfe, etwa an der K63 in Groß Sterneberg. Dort wird die 1,4-Kilometer marode Strecke durch das Moor nach Engelschoff komplett saniert. Wegen Bauverzögerungen müssen sich Autofahrer allerdings noch etwas gedulden.

Durch Komplikationen verzögerte sich das Bauvorhaben um rund ein halbes Jahr. Gründe: Außerplanmäßig musste eine Versorgungsleitung des Wasserwerkes verlegt werden. Zudem bremste Nässe durch Extrem-Niederschläge im Herbst und Winter die Bauarbeiten. Inzwischen laufen die Arbeiten in einer Kooperation der Baufirmen Matthäi und J. D. Hahn wieder auf Hochtouren. Für ca. 2,2 Millionen Euro entstehen eine sechs Meter breite Fahrbahn und ein 1,5 Meter breiter Rad- und Fußweg.

Entfernt wurden zuvor die schiefen, brüchigen und mehrfach mit Teer geflickten Betonplatten aus den 1950er Jahren. Die Ursache der Verwerfungen liegt in dem weichen, neun Meter dicken Untergrund aus Torf. Gefahrenbedingt galt auf der maroden K63, auf der wegen Unfallrisikos die Totalsperrung drohte, zuletzt Höchsttempo 30.

Um solche Zustände künftig zu vermeiden, wird die neue Fahrbahn auf einem stabilisierenden Unterbau aus Kunststoff, den sogenannten Geozellen, errichtet. Das moderne Verfahren wurde ursprünglich für das US-Militär entwickelt.

In Kürze beginnen die Arbeiter mit dem Auftragen der Asphaltschicht auf 9.000 Quadratmetern Fahrbahnfläche. In gut zwei Monaten soll die neue High-Tech-Moor-Piste fertig sein.