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"Ich möchte keine Schnüffelei und keine Hofschranze in dieser Stadt"

Grünen-Kreistagsfraktions-Chef Ulrich Hemke (Foto: archiv)

Grünen-Politiker Ulrich Hemke nimmt Stellung zum Stadtbaurat-Zoff

tp. Stade. "Die Partei darf keine Rolle spielen", sagte Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) im WOCHENBLATT-Interview, nachdem die Suche nach einem neuen Stadtbaurat scheiterte. Ein Grund war dem Vernehmen nach, dass der Verwaltungs-Chefin die inzwischen beendete Grünen-Zugehörigkeit des von den Ratsfraktionen favorisierten Kandidaten ein Dorn im Auge war. Verwaltung und Rat lagen im Clinch. Zum Zoff meldet sich nun der Grünen-Kreistagsfraktions-Chef Ulrich Hemke zu Wort.

Bezug nehmend auf Niebers Bemerkung, "Wenn schon die Parteizugehörigkeit angesprochen wird, muss offen damit umgegangen werden. Diese darf nicht im Nachhinein durch Recherche bekannt werden. So etwas zerstört Vertrauen", fragt Hemke: "Was gilt denn nun? Spielt Parteimitgliedschaft eine Rolle oder nicht? Wird im Nachhinein recherchiert?"

In seiner langjährigen Tätigkeit im Rat und im Kreistag hat Hemke nach eigenen Worten "nie erlebt, dass in Ausschüssen ein Bewerber nach seiner Parteizugehörigkeit gefragt wurde". Dies habe sich anscheinend im Stader Rat geändert, so Hemke: "Als Bürger möchte ich nicht, dass diese Praxis fortgesetzt wird. Ich möchte keine Schnüffelei und keine Hofschranze in dieser Stadt."