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In acht Jahren zum neuen Stadtteil in Stade

Planungschef Nils Jacobs (re.) mit Jörn Holst, Abteilungsleiter Bauverwaltung und Grundstücke

Großes Interesse an Informationsveranstaltung "Harschenflether Vorstadt"

tp. Stade. Die Stadtplaner preisen die enormen Entwicklungschancen des Sanierungsgebiets "Harschenlether Vorstadt" in Stade: Bei einem Bürger-Informationsabend in der vergangenen Woche im Rathaus sprach Stadtplanungschef Nils Jacobs von einem "erheblichen Potenzial". Doch die Anlieger sind nach wie vor verunsichert, fordern möglichst präzise Auskünfte über die Kosten, den Zeitrahmen und mögliche Umsiedlungen von Betrieben.
Knapp 100 Interessierte, darunter zahlreiche Anwohner des Harschenflether Weges, waren der Einladung der Stadt gefolgt, um von der Verwaltung das Aktuellste über die geplante Neugestaltung des rund 19 Hektar großen Areals am Nordufer der Schwinge zu erfahren.
Wie berichtet, wurden kürzlich 8,5 Millionen Euro öffentliche Mittel aus dem Fördertopf „Stadtumbau West“ bewilligt. Das Geld kommt vom Land, der Stadt und dem Bund und fließt vor allem in die Erschließung und in neue Verkehrsinfrastruktur. Offen ist noch, in welchen jährlichen Teilbeträgen die Zuschüsse ausgeschüttet werden.
Zentral ist eine neue "Kehdinger Straße", die als Hautpverkehrsachse durch das Gebiet verlaufen und neben der benachbarten Freiburger Straße als Zubringer zur geplanten Autobahn dienen soll. Entlang der Straße soll ein verträglicher Mix aus Gewerbe und maritimem Wohnen angesiedelt werden.
Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms versprach, dass es keine Zwangsumsiedlungen geben werde und die Anlieger frühzeitig an den Planungen beteiligt werden. Heute erkennbare Eingriffe gebe es bislang bei "zwei bis drei Grundstücken".
Laut Schröder-Doms ist das derzeit wichtigste Ziel, im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung einen treuhänderischen Sanierungsträger zu finden.
Rund zwei Jahre werden für die Aufstellung der Bebauungspläne veranschlagt, acht Jahre für die gesamte Neuentwicklung des Gebiets.
Auf die Anlieger kommen keine Straßenausbaubeiträge zu. Aber: Es wird als Umlage der sogenannte "sanierungsbedingte Mehrwert" erhoben.
• Die Stadt kündigt weitere Infoveranstaltungen und Einzelgespräche mit Betroffenen an.