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Ist der Elbtunnel 2026 fertig? CDU-Politiker setzen Signal für die A20

Setzten ein Signal für den schnellen Bau der A20: die CDU-Politiker Helmut Dammann-Tamke (v. li.), Lasse Weritz, Daniel Günther, Kai Seefried und Enak Ferlemann (Foto: lt)
lt. Drochtersen. In knapp zehn Jahren könnte der Verkehr auf der A20 durch den geplanten Elbtunnel von Drochtersen nach Glückstadt rollen - zumindest wenn es nach der CDU geht. Das wurde am vergangenen Samstag bei einem Pressegespräch deutlich, zu dem der Landtagsabgeordnete Kai Seefried ins Elbstrand Resort auf Krautsand eingeladen hatte - nur ca. drei Kilometer von der Stelle entfernt, an der der Tunnel unter der Elbe verlaufen und Niedersachsen mit Schleswig-Holstein verbinden soll.
Ehrengast war der neue Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther, der seine "Freunde im Wahlkampf unterstützen" wollte und eine Fertigstellung der A20 auf Schleswig-Holsteinischem Gebiet inklusive des Elbtunnels innerhalb von zehn Jahren für realistisch hält.
Auch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke und Lasse Weritz, Landtagskandidat aus Hemmoor, waren gekommen, um ein deutliches Signal für die Notwendigkeit und Bedeutung eines schnellen Weiterbaus der A20 zu setzen.
Die Elbe habe die beiden sich in ihren Strukturen ähnlichen Bundesländer bislang getrennt, so Dammann-Tamke. Umso wichtiger sei der Bau des Tunnels als "Hauptschlagader" für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Doch nur wenn die CDU bei der bevorstehenden Landtagswahl stärkste Kraft werde, könnten die Bürger sicher sein, dass mit Hochdruck an der Realisierung der A20 gearbeitet werde.
Die rot-grüne Regierung habe in den vergangenen Jahren den Bau der Autobahn immer wieder systematisch gebremst, waren sich die CDU-Politiker einig. Unter anderem mit dem Personalabbau bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade.
Enak Ferlemann betonte, dass ausreichend Geld für alle insgesamt acht Planungsabschnitte im Bundeshaushalt vorhanden sei. Es könne sofort losgelegt werden, sobald Baurecht erreicht sei. Im Fall des Elbtunnels sei dies auf Niedersächsischer Seite bereits gegeben. Doch solange nicht das gleiche für die Zu- und Ablaufstellen gelte, werde nichts passieren. Über Jahre sei kein Planungsschritt unternommen worden. Das müsse sich jetzt ändern.
Kai Seefried hofft, dass spätestens 2022 der erste Spatenstich für den Elbtunnel bei Drochtersen getan werden kann.
Deutlich wurde während des Gesprächs außerdem, dass die CDU eine Zusammenarbeit mit den Grünen in einer Jamaika-Koalition - so wie es laut Daniel Günther in Schleswig-Holstein hervorragend funktioniert - nicht für praktikabel hält. Die Grünen hätten in der rot-grünen Koalition die A20 immer ausgebremst.
• Die A20 in Niedersachsen gehört mit einer Länge von rund 121 Kilometern (davon 114 km Neubaustrecke) zu den größten deutschen Neubauplanungen von Autobahnen. Das Bauvolumen bewegt sich nach derzeitiger Schätzung in einer Größenordnung von rund 1,27 Milliarden Euro.