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Jork: Kinderbetreuung und plattdeutsche Sprache

Premiere: ökumenische Sternsinger der katholischen St. Maria-Gemeinde und evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Nikolai
 
Ausblick auf Projekte wie Brandbandausbau und Kita-Neubau gab Jorks Bürgermeister Gerd Hubert

Neujahrsempfang in Jork mit Sternsingern und Plädoyer für das Plattdeutsche / Gemeinde plant Breitbandausbau und Kita-Neubau

ab. Jork.
ab. Jork. Einen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das neue Jahr sowie einen Vortrag über die Entwicklung der plattdeutschen Sprache hörten die Gäste während des Neujahrsempfangs in Jork. Dabei besonders im Fokus: der Aus- und Neubau im Bereich Kinderbetreuung, ökumenische Sternsinger und das Vorhaben, wieder mehr Plattdeutsch in regionalen Schulen einzuführen.

Die Rathausdiele in Jork war gut besucht, als Bürgermeister Gerd Hubert am Samstagmorgen die rund 150 Anwesenden mit seiner Neujahrsansprache empfing. Nach einem kurzen Resümee zum vergangenen Wahljahr - Hubert hob zum einen die große Wahlbeteiligung von mehr als 80 Prozent hervor, bemängelte zum anderen die Entschlusslosigkeit der Bundespolitik bezüglich einer neuen Regierungsbildung - rückte der Bürgermeister anstehende Projekte in den Fokus. Geplant sei ein Kita-Neubau neben der Grundschule an der Este in Königreich, womit die Gemeinde den „hohen Erwartungen der Eltern“ sehr gerne nachkomme. Allerdings: Die beitragsfreie Kitabetreuung werde die Gemeinde viel Geld kosten, mit dem Neubau käme in diesem Jahr ein Defizit von 2,5 Mio. Euro auf die Gemeinde zu, aufgrund der beitragsfreien Betreuung weitere 300.000 Euro pro Jahr. Diese Maßnahme sei von der Großen Koalition in Niedersachsen beschlossen, aber tragen müssten sie die Gemeinden. Nicht ganz fair, meint der Verwaltungschef, denn: „Wer bestellt, sollte auch bezahlen.“

Weitere zukünftige Vorhaben seien u.a. der Breitbandausbau, barrierefreie Bushaltestellen und die Umrüstung von Straßenlaternen im öffentlichen Raum auf die moderne, energiesparende LED-Technik.

Ein Lob und Dank sandte Hubert an die ehrenamtlich Engagierten, die „Gemeinde braucht Mitmenschlichkeit“, so Hubert.

Ehrenamtlich tätig ist auch Hans-Hinrich Kahrs, Autor, Lehrer und als Plattdeutschberater beim Landkreis Stade „för allens tostännig, wat mit de plattdüütsche Spraak to doon hett“. In seinem Vortrag „Plattdeutsch - gestern, heute, morgen“ rückte Kahrs die Wichtigkeit der regionalen Sprache in den Fokus. Plattdeutsch sei u. a. „Kultur, Geschichte und Heimat“, bringe dabei vor allem Schülern Vorteile beim Erlernen einer Fremdsprache. Plattdeutsch sei bei jungen Menschen immer mehr angesagt, an Schulen werde es wieder berücksichtigt. Die Schule in Steinkirchen sei dabei ein leuchtendes Vorbild, dort lernten Kinder wieder plattdeutsch. Auch Jork will die Jüngsten für die plattdeutsche Sprache begeistern: Am Westerminnerweg soll es mit Unterstützung von Hans-Hinrich Kahrs bald einen Schnuppertag geben.

Ihren Segen brachten die Sternsinger mit ins Rathaus, zum ersten Mal in einer neuen Zusammensetzung: Kinder der katholischen St. Maria-Gemeinde und der evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Nikolai traten gemeinsam auf und sammelten anschließend für weltweite Kinderprojekte, besonders gegen Kinderarbeit in Indien.