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Kanzlerin als Autobahn-Prophetin

Kanzlerin Angela Merkel und Landesvater David McAllister beim Einmarsch ins Stadeum

CDU-Wahlkampffinale in Stade / Autobahnen waren die zentralen Themen


tp. Stade. Bei einer ihrer letzten großen Wahlkampfveranstaltungen zur Landtagswahl drehte die CDU am Donneratagabend im Stadeum noch einmal voll auf: Landesvater David McAllister (42) brachte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (58) zur Verstärkung mit in den bis auf den letzten Platz besetzen Stader Kulturtempel. Dabei machte das Spitzenpolitiker-Duo den von der Wirtschaft ersehnten Weiterbau der Autobahnen A20 und A26 zum zentralen Thema für den Stimmenfang.
David McAllister bat die Kanzlerin im Beisein der beiden CDU-Landtagskandidaten des Kreises Stade, Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried, um Unterstützung für eine rasche Realisierung der Groß-Bauvorhaben: "Liebe Angela, Du kannst eine Beitrag leisten, dass die Menschen im Kreis Stade noch ein Bisschen glücklicher werden. Sie möchten gerne auf der A26 von hier nach Hamburg durchfahren können - und auch auf der A20 mit einem Elbtunnel bei Drochtersen."
Ein Versprechen ließ dich die Kanzlerin nicht abringen - nur eines stehe fest: "Ohne CDU schaffen Sie das nie" sagte Merkel. Und: "Für eine ordentliche Anbindung sorgt David McAllister." Die meisten der anwesenden 1.400 Partei-Anhänger sahen darin wohl eine Prophezeiung, denn sie stimmten ein Klatsch- und Jubelkonzert an. Viele hielten von der CDU bereit gestellte Schilder mit der Aufschrift "I'm a Mac" in die Luft.
Weitere wichtige Themen:
• Kinderbetreuung: Merkel und McAllister setzen auf einen Ausbau der Krippenplätze für Unter-drei-Jährige. Angepeilte Betreuungsquote: 40% bis zum Jahr 2014. Die Entscheidung über den Wiedereinstieg der Frau in den Beruf soll aber den Familien überlassen bleiben.
• Wirtschaft: Unternehmer, die mit ihren Erfindungen und Ideen für Wachstum sorgen und dabei Gewinn machen, sollte man diesen nicht durch Steuern "gleich wieder wegnehmen", so Merkel.
• Ausländer: "Wer hier dauerhaft leben will, muss der deutschen Sprache mächtig sein", so die Kanzlerin weiter.
Das von einem Aufgebot an 90 Polizisten und Dutzenden Security-Mitarbeitern begleitete Polit-Ereignis blieb ohne größere Zwischenfälle: In Stadeum-Nähe gab es zwei Demonstrationen mit insgesamt 25 Teilnehmern. Eine Gruppe protestierte laut Polizeisprecher Rainer Bohmbach gegen die Elbvertiefung, eine weitere Gruppe "gegen alles".