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Keine Resolution gegen A20-Bau: Antrag der Kreis-Grünen fand keine Mehrheit

jd. Stade. Dieses Ansinnen stieß bei den Kreis-Politikern von CDU, SPD und Freien Wählern auf taube Ohren: Die Grünen wollten erreichen, dass der Kreistag eine Resolution gegen die "Küstenautobahn" A20 verabschiedet. Land und Bund sollten aufgefordert werden, die Planungen für die "Küstenautobahn" einzustellen und die Strecke aus dem Entwurf des neuen Bundes-Verkehrswegeplans (BVWP) zu nehmen. Die Mehrheit im Umwelt- und Planungsausschuss des Landkreises war aber anderer Ansicht und steht weiterhin zu der drei Milliarden Euro teuren Baumaßnahme.

Laut der Stellungnahme des Umweltbundesamtes zum BVWP-Entwurf gilt die A20 als das mit Abstand umweltschädlichste Straßenbauprojekt Deutschlands. Der Grünen-Politiker Hartwig Holthusen verwies in seiner Begründung zum Antrag auf den Umweltbericht der Bundesbehörde: Demnach sollen durch den Weiterbau der A20 von Schleswig-Holstein bis nach Ostfriesland inklusive Elbtunnel bei Drochtersen ein volkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von rund 760 Millionen Euro entstehen - verursacht durch Abgase und Lärm sowie aufgrund des hohen Flächenverbrauchs.

"Die A20 hat ein unsägliches Kosten-Nutzen-Verhältnis", erklärte Holthusen: Laut Prognosen würden dort nur 18.000 Auto pro Tag unterwegs sein. Da die Strecke aber großflächige Moore gefährde, die Lebensräume von Tieren zerstöre sowie deren Wanderungskorridore versperre, sei die Umweltbilanz katastrophal, so der Grünen-Politiker. Hans-Jürgen Detje (CDU) hielt dagegen und stellte für die Mehrheit im Ausschuss klar: "Die A20 verbessert die Infrastruktur im Norden und stärkt die Wirtschaft. Damit ist die Autobahn das wichtigste Zukunftsprojekt für den norddeutschen Raum."