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Keine Riesen-Klötze in Stades Süden

An der Harsefelder Straße (li.) sind sechs Mehrfamilienhäuser geplant. Zu den 33 Einfamilien- und Doppelhäusern führt ab "Klarer Streck"(unten re.) eine neue Wohnstraße (Foto: Cappel+Kranzhoff/Stadt Stade/bearb.: MSR)

Dezente Bebauung: Sechs Mehrfamilienhäuser und 33 Eigenheime

tp. Stade. Die Befürchtung von Anwohnern, riesige Wohnblöcke "vor die Nase" gesetzt zu bekommen, war offenbar unbegründet. Bei der Vorstellung des Bebauungsplanes "Zwischen Harsefelder Straße und Klarer Streck" am Donnerstag im Stader Rathaus wurde deutlich, dass die Verantwortlichen die theoretisch mögliche Gebäudehöhe und Größe aller Voraussicht nach nicht ausschöpfen werden.

Wie berichtet, gab der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) vor einigen Monaten einstimmig grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplans, dem folgte ein Beschluss des Verwaltungsausschusses. Damit wurde der Weg frei für die Bauleitplanung eines mehr vier Jahrzehnte alten Wohnbau-Projektes auf der grünen Wiese östlich der Harsefelder Straße angrenzend an die Straße „Klarer Streck“ im südlichen Stadtgebiet.

Der seit 1970 rechtskräftige B-Plan wurde nie umgesetzt. Nun hat der Erschließungsträger IDB, eine Tochtergesellschaft der Sparkasse Stade-Altes Land, die Fläche erworben. Auf dem 4,3 Hektar großen Areal sind laut IDB-Geschäftsleiter, Architekt Joachim Rademacker, 33 neue Einzel- und Doppelhäuser mit begrenzter Firsthöhe nach städtebaulichem Vorbild der Bebauung an der benachbarten Bronzeschmieden nördlich des neuen Baugebietes vorgesehen. Direkt an der Harsefelder Straße sollen sechs zweigeschossige Mehrfamilienhäuser mit Dachgeschoss in dezentem Baustil entstehen. Damit, so Rademacker, sei man deutlich unter den Möglichkeiten der alten Pläne mit bis zu fünf Geschossen geblieben.

Zum Konzept gehört ein neuer Kinderspielplatz. Auf der Fläche des alten Spielplatzes nahe des Heidbecker Bachs soll ein Regenrückhaltebecken entstehen.
Der neue B-Plan soll noch in diesem Jahr politisch beschlossen werden. Anschließend beginnen die Erschließungsarbeiten durch die IDB, in deren Händen auch die auch der Vertrieb der Grundstücke an Privatleute liegt.
Nils Jacobs, städtischer Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung, rechnet mit einem Baubeginn in rund einem Jahr.