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Kraftwerkspläne liegen zu Jahresbeginn aus

Trotz Energiewende: Dow Stade hält an Kohletechnik fest

tp. Stade. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes für das Kohlekraftwerk des Chemie-Riesen Dow in Stade-Bützfleth geht Ulrich Hemke von der regionalen "AG Umweltplanung" nicht schnell genug: "Wann ist mit der Veröffentlichung zu rechnen?", will der Grünen-Kreispolitiker in einer Anfrage an Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber wissen. Hemke verweist in diesem Zusammenhang auf den schon mehrere Monate zurückliegenden Ratsbeschluss für den Kraftwerks-B-Plan am 28. Juli. Vor dem Hintergrund der Anfang der Woche bekannt gewordenen Entscheidung des Energiekonzerns "E.on", ganz auf Erneuerbare Energien umzusatteln, fragt Hemke, ob Dow möglicherweise seine Planungen für das Kohlekraftwerk aufgeben werde. Das WOCHENBLATT hakte nach:

Laut Bürgermeisterin Nieber bedurfte es für die Bekanntmachung des B-Planes eines genehmigten Flächennutzungsplanes durch den Landkreis Stade. Dies sei für Ende 2014 avisiert. "Danach kann erst die öffentliche Bekanntmachung erfolgen."
Von dem Dow-Pressesprecher Joachim Selnner heißt es: "Dow verfolgt die Pläne für ein Industriekraftwerk auf dem Werksgelände unverändert.“ Sellner versteht, dass ein Kohlekraftwerk der Wunschvorstellung vieler Anwohner widerspricht. Aber er ist pragmatisch: "Unsere Methode ist die wirtschaftlichste und fortschrittlichste Lösung für ein Großkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung, die zurzeit möglich ist. Schließlich produziert das Kraftwerk 40 Prozent weniger Kohlendioxid als die heutigen Steinkohlekraftwerke in Deutschland im Durchschnitt erzeugen."