Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Kreistag: Gehen die Politiker auf Konfrontation?

bc. Stade. Diese Sitzung verspricht spannend zu werden. Die geplante Verordnung für das Naturschutzgebiet „Kehdinger Marsch“ wird am kommenden Montag, 14. März, den Kreistages beschäftigen. Die Sitzung beginnt um 9 Uhr im Kreishaus. Mit Sicherheit werden etliche Landwirte die Chance wahrnehmen, den Kreistagspolitikern bei ihrer Entscheidungsfindung „auf die Finger zu schauen“.

Bekanntlich sind die Kehdinger Bauern gegen eine hoheitliche Unterschutzstellung des rund 7.600 Hektar großen Gebietes an der Niederelbe zwischen Oste und Freiburg sowie auf Krautsand. Sie bevorzugen den Vertragsnaturschutz, auf dessen Basis sie seit mehr als zwei Jahren mit der Landkreisbehörde verhandelt haben. Eine Mehrheit im Kreistag hat bislang immer für diese Form des Naturschutzes gestimmt. Über 95 Prozent des Gebietes sind bereits durch unentgeltliche Kontrakte naturschutzrechtlich geregelt.

Wie berichtet, hat jedoch das niedersächsische Umweltministerium im Oktober mitgeteilt, dass nach europäischen Naturschutzrichtlinien ausgewiesene Gebiete vollständig hoheitlich zu sichern sind und dies jüngst durch eine Weisung unmissverständlich noch einmal bestätigt. Im Kreishaus heißt es daher: Die von Kreispolitik und Kreisverwaltung angestrebte vertragliche Regelung mit der Landwirtschaft scheide als Sicherungsinstrument aus.

Ob die Politik trotzdem im Sinne der Landwirte handelt, ist die spannende Frage. Die CDU hat bereits einen Antrag gestellt, das Thema noch einmal in den Fachausschuss zurückzustellen.

• Weitere Themen: das Deichgesetz, der Ausbau der K40 als A26-Zubringer in Buxtehude, die Ausbaggerung der Este und günstiger Wohnraum im Landkreis.