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"Längste Nabelschnur der Welt"

Ging mit Berufskolleginnen auf die Straße: Dörte Heyn vom Geburtshaus in Stade-Ottenbeck

Internationaler Hebammentag: Zentrale Veranstaltung des Landkreises im Rathaus in Stade

tp. Stade. Am Internationalen Hebammentag am Montag, 5. Mai, nahmen ein Dutzend Geburtshelferinnen aus dem Landkreis Stade teil. Bei der zentralen Veranstaltung der Region in Stade waren Besucher aufgefordert, sich an der Aktion "Längste Nabelschnur der Welt" zu beteiligen.

Der mit der politischen Aktion verbundene Appell richtet sich an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU): "Sichern Sie die Hebammenbegleitung."

Im Stader Rathaus verteilten die Aktivistinnen Protestzettel als symbolische "Nabelschnurstücke". Dieser Appell und ein Dank einer Mutter an ihre Hebamme vor Ort wurde an eine Schnur im Rathaus-Foyer gehängt. Sämtliche "Stücke" aus allen Orten, an denen Proteste stattfanden, werden zusammengefügt und im Juni dem Gesundheitsministerium präsentiert.

Wie berichtet, wehren sich vor allem freiberufliche Geburtshelferinnen gegen die gestiegenen Haftpflichtprämien von aktuell 5.100 Euro auf 6.000 Euro jährlich ab kommendem Jahr. Aufgrund der finanziellen Belastung fürchten schon jetzt viele Hebammen aus dem Landkreis, ihren Job nicht mehr ausüben zu können.

Eine von ihnen ist Dörte Heyn (44) vom Geburtshaus in Stade-Ottenbeck. Sie kämpft für eine Wahlfreiheit werdender Eltern bei der Entscheidung, ihr Kind zu Hause mit Betreuung einer freiberuflichen Hebamme, in einem Geburtshaus oder in einer Klinik zur Welt kommen zu lassen. Schon viele freie Hebammen haben die Geburtshilfe eingestellt.