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Landkreis Stade: „Schwalben willkommen!“

Janette Hagedoorn-Schüch (Naturschutzamt Landkreis Stade), Professor Franz Bairlein (Institut für Vogelforschung, Wilhelmshaven, li.) und Landrat Michael Roesberg (Foto: Landkreis Stade/Christian Schmidt)

Bürger meldeten 5.230 Brutplätze / Lob und Dank von Landrat Michael Roesberg

tp. Stade. Immer mehr Menschen und Unternehmen im Landkreis Stade unterstützen das Artenschutzprojekt „Schwalben willkommen!“ mit einer ehrenamtlichen Zählung der Vögel. So bekam das Naturschutzamt im diesem Jahr 250 Meldungen über 5.230 Brutpaare - mehr als doppelt so viele wie zu Beginn der Aktion im Jahr 2014. Landrat Michael Roesberg dankte rund 120 Schwalbenfreunden, die jetzt seiner Einladung ins Stader Kreishaus gefolgt waren, für ihr Engagement.

2.520 Rauchschwalben-, 1.665 Mehlschwalben-, 572 Uferschwalben- und 421 Mauersegler-Brutpaare waren gemeldet worden. Diplom-Biologin Janette Hagedoorn-Schüch aus dem Kreis-Naturschutzamt und Mitinitiatorin des Schwalbenprojektes betont, dass die vergleichsweise hohe Zahl von erfassten Brutpaaren darauf zurückzuführen ist, dass mehr Bürger aufmerksam waren und Schwalbennester gemeldet hätten. Dies bedeute nicht, dass die Schwalbenpopulation wächst. Schwalben gehörten nach wie vor zu den sehr bedrohten Arten.

Dass gerade Zugvögel, die aus Europa zum Überwintern afrikanische Landschaften südlich der Sahara aufsuchen, besonders gefährdet sind, erklärte der Direktor des Instituts für Vogelforschung in Wilhelmshaven, Professor Franz Bairlein, beim „Schwalbenabend“.
Das Schwalbenprojekt im Landkreis Stade soll Jahr 2018 fortgeführt werden.