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"Lernräume" in Stade gesucht

Mögliches vorübergehendes Domizil: die Fröbelschule in Stade (Foto: Landkreis Stade)
 
Vereins-Chefin Manuela Mahlke-Göhring

Verein aus Himmelpforten will vorübergehend in die Fröbelschule

tp. Stade. Auf der Suche nach einem Standort für die erste freie demokratische Schule im Landkreis streckt der Trägerverein „Lernräume“ aus Himmelpforten jetzt gezielt die Fühler nach Stade aus. Um den angepeilten Start im August 2018 zu sichern, haben die Aktivisten um die Vorsitzende Manuela Mahlke-Göhring (46) beim Landkreis Stade einen Antrag auf Bereitstellung von Räumen in der Friedrich-Fröbel-Schule am Lönsweg 2 gestellt.

Hinsichtlich des Antrages wartet der Verein noch auf eine Antwort der Kreisverwaltung. Die Förderschule wird, wie berichtet, im Zuge der Inklusion abgewickelt.

Langfristig suchen die „Lernräume“-Mitglieder jedoch nach einem geeigneten Gebäude mit ca. 300 Quadratmetern Nutzfläche plus Garten in verkehrsgünstiger Lage, so Mahlke-Göhring, die zwei Schulpflichtige Kinder (16 und 10) hat und stellvertretende Bürgermeisterin von Himmelpforten ist.

Mit den weiteren sechs Gründungsmitgliedern von der Stader Geest hat sie in den vergangenen Wochen mehrere Immobilien, zumeist Einfamilienhäuser, in Himmelpforten und Hammah besichtigt. Die Objekte kamen jedoch u.a. wegen fehlender Expansionsmöglichkeiten oder formaler Hindernisse in den Bebauungsplänen nicht in Frage. Schließlich habe man den Fokus auf die mit der Bahn gut erreichbare Kreisstadt Stade gelegt, wo bereits einige Kinder der Initiatoren zur Schule gehen.

Im Ortsteil Ottenbeck nahmen die Vereinsmitglieder ein Gebäude der Elbe-Kliniken ins Visier. Das Krankenhaus, das im Keller des Ex-Kasernenbaus ein Archiv beherbergt, habe den Ehrenamtlichen jedoch wegen Eigenbedarfs eine Absage erteilt, so Manuela Mahlke-Göhring. Sie hofft nun, dass sich ortskundige Eltern aus Stade der Initiative anschließen, um bei der Standortsuche zu helfen.

Unterdessen haben die Vereinsmitglieder das besondere pädagogische Konzept für die neue Schule weitgehend fertiggestellt. Die in Teilen durch Schulgeld finanzierte, private Bildungseinrichtung soll von dem Trägerverein in den Jahrgängen eins bis vier als Grundschule und bis Jahrgang zehn als Oberschule geführt werden. Gestartet wird je Schulform mit mindestens jeweils zwölf Schülern.

Im Mittelpunkt des fach- und altersübergreifenden Lernens steht die Selbstbestimmung. Die Kinder sollen eigenständig entscheiden, wann sie sich um einen bestimmtes Fach kümmern, und Schulversammlungen leiten.
Die Idee kommt gut an: „Es gibt schon konkrete Interessensbekundungen von Eltern, die ihre Kinder gerne an der freien Schule anmelden würden“, so Mahlke-Göhring. Es soll mit 24 bis 30 Schulplätzen gestartet werden.

Für die zunächst geplanten zwei Lehrerstellen gibt es bereits einige Bewerbungen.
• Am Freitag, 18. August, um 19 Uhr lädt der Verein zu einer Informationsveranstaltung in die Räume der evangelischen Kirche an der Hauptstraße 55 in Himmelpforten ein. Unterschiedliche Akteure freier Schulen berichten über den Alltag an den Einrichtungen.

Zudem sind Interessierte am Freitag, 8. September, zu einem Vortrag von Andreas Reinke, Lehrer und Seminarleiter, eingeladen. Der Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.

• Kontakt: Manuela Mahlke-Göhring, Tel. 04144 - 230222.