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Letzte Chance für Aldi-Investor

Der geplante Aldi-Neubau auf dem Ex-Museumsareal liegt auf Eis. Vom Investor verlangt die Stadt nun ein Finanzierungskonzept. Andernfalls wird der Grundstückverkauf öffentlich ausgeschrieben

Nach geplatzten Grundstücksverkauf: Stadt Stade verlangt Finanzierungskonzept

tp. Stade. Letzte Chance für Investor Hans-Hinrich Schulz aus Bliedersdorf, der das 20.000 Quadratmeter große Gelände des Ex-Technikmuseums an der Freiburger Straße in Stade von der Stadt kaufen und dort einen Aldi-Markt mit Parkplatz errichten wollte: Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates hat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Unternehmer Schulz um eine Erklärung für seine weiteren Pläne zu bitten. Andernfalls kommen andere Interessenten zum Zuge.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, hatte Schulz mit seiner Mercedes-Autohaus-Kette kürzlich Insolvenz angemeldet. Die Verwaltungsspitze war daraufhin vom Verkauf des städtischen Areals zurückgetreten. Nun soll Investor Schulz, dessen Immoblien-Gesellschaft von der Autohaus-Pleite nicht betroffen ist, der Stadt mitteilen, ob er noch Interesse an der Fläche hat. Dazu hat ihm die Stadt eine Frist gesetzt. Überdies verlangt die Verwaltung von ihm ein Finanzierungskonzept. Sollte sich der Verkauf des Geländes an Schulz zerschlagen, will die Stadt das Grundstück im Rahmen einer Ausschreibung erneut anbieten, sodass andere potenzielle Investoren zum Zuge kommen könnten. Es soll bereits mehrere Interessenten geben.
• Insidern zufolge ist das Museumsgrundstück mehr als 200.000 Euro wert.
• Neben der Verzögerung des Aldi-Marktes am Kreisel gibt es Probleme mit zwei weiteren Discountern in Stade: Nach dem Aus für den kleinen Aldi in der City im vergangenen Dezember hofft die Stadt Stade laut Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms, die Versorgungslücke mit einem neuen Lebensmittelmarkt schließen zu können, der im Zuge des Neubaus auf dem Ex-Hertie-Areal am Pferdemarkt geplant ist. Anfang Juni macht auch Lidl an der Altländer Straße dicht. Der Konzern begründet den Schritt unter anderem mit einer zu geringen Verkaufsfläche. Hier wäre die Stadt laut Schröder-Doms bereit, "eine maßvolle Vergrößerung" der Ladenfläche zuzulassen.