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Lühe: Eltern sollen besser eingebunden werden / Bürgermeister blickt voraus

Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch blickt zum Jahresende zurück und nach vorn (Foto: archiv)
 
Im Sommer waren so viele Bürger wie selten bei der Ratssitzung anwesend - auf der Tagesordnung stand damals die Erhöhung der Kita-Beiträge (Foto: archiv)
lt. Lühe. Mit vielen aufgebrachten und verunsicherten Eltern hatten es Lühes Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch und sein Rats- und Verwaltungsteam in diesem Jahr zu tun. Im Sommer waren es die Mütter und Väter von Kita-Kindern, die eine Erhöhung der Beiträge fürchteten und Gosch u.a. mit Äußerungen, die Samtgemeinde sei familienunfreundlich, auf die Palme brachten.
Erst vor Kurzem führte dann eine geplante Umfrage zum Ganztagsschulbedarf zu Verwirrung und brachte die Eltern erneut auf den Plan. Sie fühlten sich nicht ausreichend über die Thematik informiert und forderten bessere Aufklärung sowie grundsätzlich mehr Mitspracherecht.
Immerhin: im kommenden Jahr soll ein Vertreter der Elternschaft als Mitglied im Sozialausschuss dabei sein. Er oder sie soll aus den Kuratorien gewählt werden und mit beraten dürfen. Ein Stimmrecht hat der Elternvertreter aber nicht.
Gleichwohl binde man die Eltern so besser in politische Prozesse ein, so Gosch. Sein Wunsch fürs kommenden Jahr ist es, dass die Eltern und überhaupt alle Bürger sich auch weiter für ihre Belange engagieren und die Ratsarbeit mit konstruktiven Beiträgen bereichern.
In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass jede Sitzung (außer die des Samtgemeinde-Ausschusses) öffentlich ist. Im Ratsinformationssystem könne sich jeder online über anstehende Themen und die Tagesordnungen informieren.
Es sei womöglich hilfreicher, wenn Betroffene ihre Bedenken oder Kritik bereits im entsprechenden Ausschuss äußern würden, anstatt damit bis zur Samtgemeinderatssitzung zu warten, in der abschließend über ein Thema entschieden werde. Ausführlich diskutiert und erörtert werden die Themen dagegen in den Ausschüssen, die dann ihre Empfehlungen an den Rat weiter geben.
"Grundsätzlich ist auch im Rathaus jeder willkommen, sich über alles zu informieren", so Gosch.
Gespannt erwartet Gosch den Umzug in den Rathaus-Neubau, der für Sommer 2018 geplant ist. Was mit dem alten Rathaus passiert, ist noch offen, es gebe aber eine interessante neue Idee für die kommunale Nutzung der Räume, gibt sich Gosch geheimnisvoll. Es seien aber noch einige Dinge zu klären, bevor er sich näher dazu äußern könne.
Ursprünglich gab es die Überlegung, dass die Bücherei und das Jugendzentrum in das alte Rathaus einziehen. Sollte das nicht möglich sein, wolle man dennoch eine Lösung für die Bücherei finden, die unter akutem Platzmangel leidet. Abzuwarten sei in diesem Zusammenhang ein Gesamtkonzept, dass für die sanierungsbedürftige Oberschule erstellt werden soll.
Investiert wird in den kommenden Jahren wie berichtet u.a. auch in die Sanierung der großen Sporthalle in Steinkirchen - ein Pilotprojekt im Rahmen des Klimaschutzes, das mit bis zu 850.000 Euro gefördert werden könnte. Auch die anderen Sporthallen in der Samtgemeinde sollen innerhalb der kommenden zehn Jahre saniert oder möglicherweise neu gebaut werden.
Zum Jahresabschluss liegt Michael Gosch noch etwas ganz besonders am Herzen: "Ich möchte mich bei meinem Team bedanken, das in diesem Jahr trotz großer Belastungen tolle Arbeit geleistet hat".