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Lühe will Partnerschaft mit Lettland fortführen

Lühes Samtegmeinde-Bürgermeister Michael Gosch (li.) und Aivars Volfs unterzeichneten 2008 den Partnerschaftsvertrag. 2016 waren die Letten zuletzt im Alten Land (Foto: Siol)
lt. Lühe. Die Freundschaft zwischen Letten und Altländern darf nicht auseinander gehen - so jedenfalls sieht es die Mehrheit im Samtgemeinderat Lühe und hat sich dafür ausgesprochen, die Städtepartnerschaft mit "Pure" doch nicht auszusetzen. In den Haushalt 2018 sind deshalb 3.000 Euro für einen Besuch in der lettischen Gemeinde eingestellt.
Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, den Zusammenhalt zwischen verschiedenen europäischen Nationen zu fördern und Freundschaften zu pflegen, so Dr. Hans-Joachim Raydt, ehemaliger Vorsitzender des Kulturausschusses, der selbst schon in der lettischen Gemeinde war.
Das "kleine Pflänzlein", das nach dem letzten Besuch einer lettischen Delegation im Juni 2016 einzugehen drohte, müsse zu neuem Leben erweckt werden. Insbesondere, weil in 2018 das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft zusammen mit der 100-jährigen Gründung Lettlands gefeiert werden soll. Eine Einladung aus Lettland - wenngleich noch ohne konkretes Datum - gibt es bereits.
Zustande kam der Kontakt Mitte der 1990er Jahre über das Obstbauzentrum Esteburg, denn auch in der Region Pure gibt es Obstbau. Der damalige Bürgermeister der lettischen Gemeinde, die inzwischen zur Verwaltungsregion Tukums gehört, hatte Interesse an einer Partnerschaft.
Im Frühjahr 1998 beschloss der Verwaltungsausschuss Grünendeich, gemeinsam mit Steinkirchen eine Partnerschaft aufzubauen. Der offizielle Partnerschaftsvertrag wurde am 9. Mai 2008, dem Europatag, in Pure unterzeichnet.
Bereits seit den 1990er Jahren fanden regelmäßig Schüler-Austausche mit der Oberschule Steinkirchen statt. Sie sind in den vergangenen Jahren eingeschlafen, da es u.a. im Zuge der aufwändigen Inklusion von Flüchtlingskindern an der Schule niemanden gab, der sich federführend mit dem Austausch beschäftigen konnte. Das soll sich nun ändern. Eine neue Funktionsstelle wurde geschaffen, damit die lettisch-deutsche Freundschaft nicht im Sande verläuft.