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"Luxus-Staatssekretär": "Raffke" aus Stade geschasst

Udo Paschedag musste gehen (Foto: Foto: Foto AG Gymnasium Melle)
tk. Stade/Hannover. Das war ein glatter Rauswurf: Udo Paschedag (Grüne), Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium von Christian Meyer (Grüne), wurde am Donnerstag von Ministerpräsident Stephan Weil in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Der Agrar-Staatssekretär aus Stade stand seit Wochen im Fokus der Kritik. Zu hohe Besoldung und ein Luxusdienstwagen waren einige der Verschwendungsvorwürfe
Der Agrarexperte aus Stade war nicht mehr zu halten. In der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs macht sich die CDU in Hannover genüsslich über die Personalie Paschedag her. Als einziger Staatssekretär in Niedersachsen wurde er nach der Besoldungsgruppe B10 (11.286 Euro) bezahlt. Ein Audi A8 als Dienstwagen, eine Kimaanlage fürs Büro und eine zusätzliche Referentin - für die CDU war der Mann aus Stade ein "Luxus-Staatssekretär, der Extrawürste will", so der parlamentarische Geschäftsführer Jens Nacke.
Marschrichtung von Rot-Grün bisher: Die Besoldung sei in Ordnung. Paschedag habe als Staatssekretär in Nordrhein-Westfalen B10 bekommen. Sein Wechsel nach Hannover sei dienstlich gewesen und daher habe er Anspruch auf B10.
Die Opposition mutmaßte Mauschelei. Tatsächlich sei der Staatssekretär aus privaten Gründen von Düsseldorf nach Hannover gegangen. Seine Familie lebt in Stade. Zudem habe auch die Landesregierung in einer ersten Stellungnahme von "privaten Gründen" für den Umzug gesprochen.