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Mehr Menschen im Landkreis Stade

Der Landkreis Stade ist der einzige Kreis im Gebiet der Industrie- und Handelskammer Stade, der einen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hat (Foto: Graphik: IHK)
lt. Stade. Der Landkreis Stade ist etwas besonderes im Elbe-Weser-Raum. Während die Bevölkerungszahlen in den übrigen Landkreisen, die zum Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade gehören, teils stark geschrumpft sind, gibt es im Landkreis Stade einen leichten Zuwachs zu verzeichnen. Insgesamt lebten 2012 laut IHK-Wirtschaftsbericht 197.460 Menschen im Landkreis Stade, das sind 515 mehr als 2011.
Der demographische Wandel werde die Region dennoch in Zukunft stark prägen, so Jörg Orlemann, Hauptgeschäftsführer der IHK Stade. Fachkräfte seien schon heute Mangelware. Besonders in der Verkehrs- und der Gesundheitswirtschaft sei der Engpass deutlich zu spüren.
Im Elbe-Weser-Raum würden vor allem Fachwirte und Meister sowie Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung gesucht. Im produzierenden Gewerbe fehlen hauptsächlich Arbeitskräfte aus dem Bereich technischer Berufe.
Der beliebteste IHK-Ausbildungsberuf 2012 war Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, gefolgt von Verkäufer/in und Groß- und Außenhandelskaufmann/Kauffrau.
Da die Gewerbesteuerhebesätze im Landkreis Stade unverändert geblieben und in einigen Gemeinden sogar angestiegen sind, möchte die IHK die Kommunen anregen, über die Besteuerung von Unternehmen nachzudenken.
Es sei ein Trugschluss anzunehmen, dass eine Gemeinde mehr Geld einnehme, wenn die Gewerbesteuer angehoben werde, so Orlemann. Der IHK-Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass eine Senkung der Gewerbesteuer sich positiv auswirken könne, weil dadurch neue Unternehmen angelockt würden.
Die IHK möchte außerdem ein Bewusstsein in der Bevölkerung für bestimmte wirtschaftliche Zusammenhänge schaffen. So sei es unumgänglich, dass im Zuge der Energiewende neue Stromtrassen benötigt würden, sagt Orlemann. Und wer von morgens 7 Uhr bis abends um 22 Uhr volle Supermarktregale erwartet, müsse auch akzeptieren, dass dafür eine effiziente Verkehrsinfrastruktur benötigt werde.