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Mehr Platz für junge Erwachsene in Stade

Jan-Frederik Wendt (v.li.) mit seinen Freunden Alex und Miguel (Foto: Wendt privat)

Städtischer Sozial-Chef Dr. Andreas Schäfer bietet Ortstermin an / Streetworker Stelle unbesetzt

tp. Stade. Einen Mangel an Aufenthaltsmöglichkeiten für junge Erwachsene in der Stadt Stade beklagen Mitglieder einer Clique um Jan-Frederik Wendt (20). Sie fordern mehr kostenlose Freizeitangebote für Jugendliche, die aus dem Jugendzentrums-Alter herausgewachsen sind, sich an Feierabend aber gerne in größeren Gruppen treffen. Als sich das WOCHENBLATT einmischt, kommt Bewegung in die Sache: Dr. Andreas Schäfer, Chef des Fachbereiches für Kultur, Bildung und Soziales bei der Stadtverwaltung will die Gruppe kennenlernen und bietet einen Ortstermin an.

Hintergrund ist ein Artikel, in dem sich WOCHENBLATT-Leser Maik Peters (52) über "Alkoholkonsum und Partylärm vor der Damentoilette am Bahnhof in Stade" beschwerte. Peters, der im benachbarten Altländer Viertel wohnt, war in einer Samstagnacht mit feiernden Jugendlichen in Konflikt geraten und mahnte Polizei und städtische Behörden, härter durchzugreifen.

Daraufhin meldete sich Jan-Frederik Wendt, Azubi zum Einzelhandelskaufmann, zu Wort: Er räumt ein, dass er am Bahnhof gerne mit Freunden und Bekannten Zeit verbringe. "Doch von uns pöbelt niemand Passanten an, wir sind froh wenn wir unsere Ruhe haben. Leider sind Orte, an denen man sich mal einfach mit einer größeren Gruppe treffen kann und wettergeschützt ist, rar - gerade in der kalten Jahreszeit. Wir wollen uns nur treffen, reden und lachen. Viele von uns haben harte Jobs und sind nicht auf Streit aus."

Laut Dr. Schäfer hat die Stadt das Bahnhofsumfeld im Blick. Auf dem Gelände, in der Wartehalle und am benachbarten Skaterplatz habe es wiederholt Zwischenfälle wie Lärmbelästigung, öffentlichen Alkoholkonsum und "wilde" Müllablagerungen gegeben. Ob es sich dabei um die Bekannten von Jan-Frederik Wendt oder um andere junge Erwachsene handele, sei unklar.

Klarheit soll ein Ortstermin mit Dr. Schäfer und dem Stadtjugendpfleger Marc Olszewski bringen. Bei dem Kennenlernen sollen Themen wie die seit Dezember vakante Streetworker-Stelle und ergänzende Angebote zu den Jugendzentren, deren Zielgruppe die 15- bis 18-Jährigen sind, angesprochen werden. Das WOCHENBLATT ist dabei!