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Minsterpräsdent Stephan Weil wollte in Stade "erstmal ein Eis"

Wahlkampf bürgernah: "Daumen hoch" mit der HSV-Ikone, Rosen für die Passanten und Kuchen mit der Bürgermeisterin

tp. Stade. Offiziell besuchte Stephan Weil (54, SPD) am Dienstagnachmittag die Stadt Stade, um sich ins Goldene Buch einzutragen - "inoffiziell" ist Wahlkampf. Bei seinem Antrittsbesuch als neuer Niedersächsischer Ministerpräsident fuhr Weil die Schiene "volksnah extrem". Für ein Eis "auf die Faust" beim Italiener nebenan warf der Polit-Promi aus Hannover den engen Terminplan um.

Im historischen Rathaus lockte nochmal Süßes: guter Altländer Butterkuchen, serviert von Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD). Die Verwaltungschefin konfrontierte den Landesvater aufgrund des Zeitdrucks "im Sturzflug" mit den dringenden Themen der Stadt: Hafenerweiterung mit Hinterlandanbindung per Schiene, Verlegung des alten Industriegleises in eine stadtferne Trasse, Ausbau der Autobahn, Dow-Kraftwerk, verlässliche Kinderbetreuung. Stephan Weil sicherte die Unterstützung des Landes zu, lobt Stade als "wunderschöne Stadt", der es "unterm Strich" offenbar gut gehe und trug sich schließlich ins Goldene Gästebuch ein. So, wie erst kürzlich SPD-Landeswirtschaftsminister Olaf Lies.

Von der Bürgermeisterin erhielt Weil eine Stade-Krawatte und ein Buch als Andenken, dann ging es gemeinsam mit einer Delegation aus Rat und Verwaltung sowie mit dem hiesigen SPD-Bundestagskandidaten Oliver Kellmer und der SPD-Landtagsabgeordneten Petra Tiemann zurück auf die Straße. Am Fischmarkt verteilten Weil, Tiemann und Kellmer rote Rosen an die Passanten.

Unter den Zaungästen erkannte der Landeschef zufällig einen alten Kumpel, den Sport-Promi Hermann Rieger (72), ehemalige Physiotherapeut beim Hamburger SV. Rieger und Weil erfreuten das Volk und die Pressefotografen mit einem gemeinsamen "Daumen Hoch" - die Geste ist das Markenzeichen des legendären HSV-Masseurs.