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Neue Parkpalette für "Wohlfühlhaus Mohr" in Dollern

lt. Dollern. Der Gemeinderat Dollern will bei seiner Sitzung am Donnerstag, 18. August, den Weg für den Bau einer zweigeschossigen Parkpalette mit rund 70 Stellplätzen für das "Wohlfühlhaus Mohr", wie sich das Kaufhaus in Dollern selbst nennt, frei machen. Um 19.30 Uhr befassen sich die Ratsmitglieder im Bürgerhaus "Tamckes Alter Gasthof" u.a. mit der dritten Änderung des Bebauungsplans "Sondergebiet Mohr".
Die Parkpalette soll an der Straße "Am Buschteich" entstehen. Ein schon länger leer stehendes Haus soll dafür abgerissen werden.
Das Thema stand bereits im vergangenen Jahr auf der Tagesordnung. Doch der Landkreis Stade, der den Plänen zustimmen muss, war zunächst nicht ganz zufrieden mit dem Bebauungsplan.
"Einige Kleinigkeiten waren missverständlich, hieß es damals von den zuständigen Verantwortlichen des Landkreises", sagt Roger Courtault, Bauamtsleiter der Samtgemeinde Horneburg. In der neuen B-Plan-Änderung hätte die Gemeinde nun darauf geachtet, alle Unklarheiten zu beseitigen.
Konkret ging es u.a. um eine Neigung des Daches, die bei Nebengebäuden eigentlich erforderlich ist, bei einer Parkpalette aber natürlich nicht sinnvoll sei, so Courtault. Im neuen B-Plan steht nun, dass die "Mindestdachneigung nicht für Nebengebäude, überdachte Stellplätze (Parkpaletten) und Garagen gilt".
In Dollern sei die Politik leider schon daran gewöhnt, dass es immer ein Kampf sei, Entwicklungschancen für die Gewerbebetriebe schnell oder überhaupt zu realisieren, sagt Dollerns Bürgermeister Wilfried Ehlers.

Hintergrund: Dollern ist im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) nicht als "Grundzentrum" (wie z.B. Horneburg) eingestuft, sondern mit gut 2.000 Einwohnern lediglich als Dorf, das nur eine „Nahversorgungsfunktion im fußläufigen Bereich“ erfüllen darf, wie es im Behördendeutsch heißt. Das macht insbesondere die Umsetzung von gewünschten Geschäftserweiterungen kompliziert bis unmöglich.
Gerade im Fall Dollern sei diese Einstufung nicht sinnvoll, findet Wilfried Ehlers. So erstrecke sich das Einzugsgebiet vieler ortsansässiger Geschäfte weit über die Gemeindegrenze hinaus.

Wie berichtet, war es für die Gemeinde auch nicht leicht, dem in Dollern ansässigen Sonderpostenmarkt „Krümet“ eine geplante Erweiterung zu ermöglichen. Nur dank eines "Schlupfloches" - nämlich weil es für das Gelände keinen B-Plan gibt - ist eine Erweiterung umsetzbar. Das Bauvorhaben muss deshalb nicht an die übergeordnete Planung, sprich an das RROP, angepasst werden.