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Neuer Edeka in Grünendeich: Nur der Landkreis muss noch zustimmen

Am Ortsausgang von Grünendeich könnte ein Edeka-Markt gebaut werden, wenn der Landkreis sein Okay gibt
lt. Grünendeich/Hollern-Twielenfleth. Gibt es künftig einen Edeka-Markt in Grünendeich-Sietwende/Sandhörn? Über das Thema wird bereits seit Monaten diskutiert (das WOCHENBLATT berichtete). Fest steht: Die Gemeinden Grünendeich und Hollern-Twielenfleth stehen hinter dem Vorhaben, zahlreiche Bürger befürworten die Pläne, der Deichverband ist bereit das Grundstück an den Investor Jan Heimsoth aus Langwedel zu verkaufen und die Betreiber-Firma Edeka ist von dem Standort überzeugt. Konkrete Gespräche gibt es auch bereits mit den Inhabern des Edeka-Drewes-Marktes in Dollern. Nun muss nur noch der Landkreis Stade sein Okay geben.
"Wir hoffen, dass das Landes- bzw. das Regionale Raumordnungsprogramm den Planungen keinen Strich durch die Rechnung macht", sagt Grünendeichs Bürgermeisterin Inge Massow-Oltermann. Demnach wären nötige Voraussetzungen für einen Lebensmittelmarkt eine zentrale Ortslage sowie fußläufige Erreichbarkeit. Beides werde an dem gewünschten Standort nur begrenzt erfüllt.
"Trotzdem sprechen wir uns vehement für einen Supermarkt an der Stelle aus und würden auch Unterschriften sammeln, wenn es nötig wäre", so Massow-Oltermann.
Ein ähnliches Signal kommt auch aus der Nachbargemeinde Hollern-Twielenfleth. Der Bedarf sei da, so Ortsbürgermeister Timo Gerke. Ein in Zusammenarbeit mit dem Investor erstelltes Einzelhandelsgutachten habe u.a. ergeben, dass in der Gemeinde Hollern-Twielenfleth 75 Prozent der Kaufkraft verloren gehen. Ein einzelner Discounter im Ort könne die Bedürfnisse der Bürger nicht decken, so Gerke.
Wenn der Weg für einen Edeka-Markt in Grünendeich frei wäre, würde die ganze Samtgemeinde davon profitieren, ist sich Gerke sicher. "Das ist eine einmalige Chance, die wir nutzen müssen", sagt er.
Investor Jan Heimsoth betont, dass laut Einzelhandelsgutachten die Supermärkte in Steinkirchen (Rewe) und Hollern-Twielenfleth (Penny) keinen existenzgefährdenden Nachteil fürchten müssten, sollte der Edeka-Markt kommen.
Dass es aus den unterschiedlichsten Gründen oftmals Jahre dauere bis ein Vorhaben realisiert werden könne, ist Heimsoth gewohnt. Er werde auch noch weiter warten und stehe zur Verfügung, wenn der Landkreis seine Prüfungen hoffentlich positiv abgeschlossen habe.
• Geplant ist ein Edeka-Markt mit 1.300 Quadratmetern Verkaufsfläche inklusive Bäcker sowie 100 bis 120 Stellplätze. Initiator der Supermarkt-Idee war Timo Gerke, der bereits Ende 2015 Kontakt zu Edeka aufgenommen hatte und offene Türen einrannte. Weil es in Hollern-Twielenfleth aber kein geeignetes Grundstück gab, habe man sich gemeinsam das ca. 8.500 Quadratmeter große Grundstück des Deichverbandes in Grünendeich ausgeguckt.