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Neuer Investor für den Aldi-Markt in Stade?

Das Technik-Museum in Stade soll einem Aldi-Discountmarkt weichen. Doch wegen der Insolvenz des Investors mit einer Autohaus-Kette könnte sich das Vorhaben verzögern

Grundstücksverkauf geplatzt / Discounter-Neubau am Ex-Technikmuseums-Standort wird sich verzögern

tp. Stade. Der Bau des neuen, modernen Aldi-Discountmarktes am Standort des ehemaligen Technik- und Verkehrsmuseums am Kreisel Freiburger Straße in Stade wird sich verzögern: Investor Hans-Hinrich Schulz von der Schulz Immoblien Verwaltungs Gesellschaft mit Sitz in Bliedersdorf und Rotenburg (Wümme) ist mit seiner norddeutschen Mercedes-Autohaus-Kette „Schulz AG“ insolvent. Das geht aus mehreren Presseberichten hervor. Die Pleite hat Folgen für das Projekt Aldi in Stade: Angesichts der neuen Sachlage werde die Stadt von einem Verkauf absehen, sagt der Erste Stadtrat Dirk Kraska.
Die Verwaltungsspitze der Stadt will in den kommenden Tagen den Rat über das geplatzte Geschäft informieren.
Noch vor knapp zwei Monaten galt der Verkauf des rund 100.000 Quadratmeter großen Ex-Museums-Areals der Stadt für geschätzte zwei Millionen Euro an Investor Schulz als sicher. Das Geschäft sollte, so Schulz seinerzeit zum WOCHENBLATT, Mitte März notariell beurkundet werden. Zuvor hatte die Stadt für das Grundstück den Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan gefasst. Vorgesehen war nach Plänen der Schulz Immobiliengesellschaft ein großzügig geschnittener Aldi-Markt der neuesten Generation mit geräumigem Parkplatz. Gerüchten zufolge sollte in der guten Lage des Grundstücks in City-Nähe von Schulz zudem ein Gartenmarkt realisiert werden.
Doch es kam nie zu dem Gründstücksverkauf der Stadt an Investor Schulz. Dem falle es offenbar schwer, die nötigen Mittel dafür aufzutreiben, so ein Informant der Redaktion aus der Stader Politik.
Investor Schulz war bis Redaktionsschluss nicht für das WOCHENBLATT erreichbar. Auch von der Schulz-AG gibt es keine Information: „Herr Schulz gehört nicht mehr unserem Vorstand an“, so eine Firmensprecherin.
Bei der Stadt wird man wohl weiter an dem Aldi-Vorhaben an der Freiburger Straße festhalten. Doch für das Projekt muss sich die Discounter-Kette nun gewiss nach einem anderen Investor umschauen.