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Neues Netzwerk "Frühe Hilfen"

Gründungsversammlung "Frühe Hilfen" mit (v. li.) Netzwerk-Koordinatorin Frauke Schulte, Kreis-Sozialdezernentin Susanne Brahmst, die Buxtehuder Jugendamts-Chefin Andrea Lange-Reichardt und der Vize-Kreis-Jugendamtsleiter Holger Ahrens

Schnelle Unterstützung bei Kindeswohlgefährdung / Alle Berufsgruppen an Bord / Niederschwellige Angebote

tp. Stade. Kindeswohlgefährdung und Misshandlung sind künftig kein reiner Fall für die Behörde mehr. Das Landkreis-Jugendamt in Stade und das Jugendamt der Stadt Buxtehude kooperieren ab sofort eng miteinander und haben Vertreter aller verantwortlichen Berufsgruppen ins Boot geholt. Gemeinsam mit Ärzten, Hebammen, Erzieherinnen, Lehrern, Sozialarbeitern und Co. haben sich die Jugendämter zum Netzwerk "Frühe Hilfen" zusammengeschlossen. Bei der Gründungsveranstaltung am Mittwoch im Kreishaus in Stade legten rund 200 Teilnehmer erste Aktivitäten fest.

Anstoß zur Gründung von "Frühe Hilfen" gab das neue Bundes-Kinderschutzgesetz, das 2012 in Kraft trat. Die Gesetzesnovelle fordert die Schaffung früher, niederschwelliger Hilfsangebote für Familien sowie lokale Angebot zur Verbesserung des Lebensbedingungen aller Kinder für ein gesundes und geschütztes Aufwachsen.

Beim Aufbau der "Frühen Hilfen" führt Diplom-Pädagogin Frauke Schulte als Netwerkkoordinatorin Regie. Zur Leitung gehören Kreis-Sozialdezernentin Susanne Brahmst, die Buxtehuder Jugendamts-Chefin Andrea Lange-Reichardt und der stellvertretende Kreis-Jugendamtsleiter Holger Ahrens.

Für die kommenden Monaten planen die Verantwortlichen eine Bestandserhebung zu den Jugendhilfeangeboten. Zudem wurden zwei Studentinnen der Hochschule 21 mit einer regionalen Bedarfserhebung beauftragt. Weiter werden altersspezifische Arbeitsgruppen gebildet und Verfahrensabläufe bei Meldungen von Kindeswohlgefährdung standardisiert.

Gegen Jahresende will das Netzwerk "Frühe Hilfen" im Internet sein gebündeltes Angebotsspektrum der Öffentlichkeit präsentieren.