Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Nicht nur rumhängen"

Die Sanierung wurde vor wenigen Wochen abgeschlossen: Der "Alte Schlachthof" in der Stader Innenstadt ist bekannter beliebter denn je

Jugendhaus-Umfrage der SPD: Angebotsbedarf für Migranten und Mädchen

tp. Stade. Angesichts der erwarteten Flüchtlings-Schwemme aufgrund der angespannten weltpolitischen Lage (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) muss sich die Stadt Stade nicht nur für die Unterbringung von vielen Flüchtlingsfamilien rüsten. "Mehr Freizeitangebote für Jugendliche mit Migrationshintergrund müssen her", sagt der Stader SPD-Sozialpolitiker Oliver Kellmer.

Kellmer will den exakten Bedarf ermitteln. Dazu will er die laufende, von der SPD-Ratsfraktion und den Grünen initiierte Umfrage zur Qualität der Angebots des innerstädtischen Jugendzentrums Alter Schlachthof und der sieben Jugendfreizeithäuser in den umliegenden Ortschaften um entsprechende Punkte ergänzen.

In der aktuellen Erhebung, an der sich anhand von in den Freizeitstätten ausliegenden Flyern und online unter www.spd-stade.de/umfrage-jugendhauser.html bereits rund 130 Nutzer der Einrichtungen beteiligten, fehlen Fragen zum Angebotsbedarf von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.
"Doch wir müssen uns unbedingt um diese besondere Gruppe junger Leute kümmern, um zu verhindern, dass sie nur rumhängen", so Kellmer. Eine große Herausforderung sieht er in der Schaffung von Freizeitangeboten für Jugendliche, die kaum oder gar kein Deutsch sprechen. Aber auch Einwanderer-Kinder, die schon länger in Stade und Umgebung leben, müssten stärker berücksichtigt werden.
Laut Zwischenergebnis der Ende 2012 gestarteten Umfrage herrscht zudem ein Angebotsdefizit für Mädchen. Auch diesbezüglich soll der Fragebogen erweitert werden.

Übrigens: Laut der Erhebung hat sich die 1,5 Millionen Euro teure Sanierung des "Alten Schlachthofs" gelohnt: Die Einrichtung ist die in Stade und Umgebung bekannteste und beliebteste. Der Überwiegende Teil der Umfrage-Teilnehmer bewertet das Angebot dort als "sehr gut".

Um möglichst aktuelles Datenmaterial zu gewinnen, denkt man bei der SPD darüber nach, die Umfrage neu aufzulegen. Genaueres dazu will Kellmer in Kürze öffentlich bekanntgeben.