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Notunterkünfte in Stade: Land startet mit Registrierung

Die Registrierung findet nicht im Kreishaus, sondern im leerstehenden Staatsarchiv statt
bc. Stade. Seit Montag ist die Landesaufnahmebehörde (LAB) in Stade, um Flüchtlinge aus den Notunterkünften zu registrieren. Im Pendelverkehr werden die Menschen mit Bussen von den Turnhallen in die Innenstadt gefahren.
Die Flüchtlinge werden in der Reihenfolge ihrer Ankunft in Stade registriert - die ersten kamen bereits Mitte Oktober. Danach erhalten sie eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender und das erste Mal ein Taschengeld. Bei Alleinstehenden sind das 143 Euro im Monat. Im Anschluss müssen sie zurück in die Sporthallen. Einen Asylantrag haben die Schutzsuchenden dann aber noch immer nicht gestellt. Das geht nur beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Um das Verfahren zu beschleunigen, sind zusätzlich zwei BAMF-Mitarbeiter nach Stade gekommen. Sie helfen bei der Vorbereitung der Antragstellung, nehmen Fingerabdrücke und machen ein Foto.
Kreis-Dezernentin Nicole Streitz rechnet damit, dass das Land nicht vor Ende Januar die ersten Asylsuchenden aus den Hallen auf die Kommunen verteilt. Mehr als eine Prognose ist das aber nicht. Das Land kann derzeit keine genauen Auskünfte liefern. Offizielle Ansage ist aktuell, dass die Notunterkünfte zwischen Ende März und Ende Juni komplett aufgelöst sein sollen.
Am 17. Dezember erwarten Streitz und ihr Team eine weitere Mammutaufgabe. Dann könnten die nächsten 150 Flüchtlinge im Zuge der Amtshilfe in Stade ankommen - und zusätzlich rund 170 regulär zugewiesene Flüchtlinge.