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Personal-Alarm in Stader Kindergärten: "Wir müssen zügig handeln"

Oliver Kelmmer (SPD)

Oliver Kellmer (SPD) fordert Sofort-Maßnahmen


tp. Stade.
Mit seinem Schock-Report über den drastischen Mangel an Erzieherinnen und Sozialassistentinnen in den Kinder-Betreuungseinrichtungen der Stadt Stade rüttelte Erster Stadtrat Dirk Kraska auf der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugendliche, Senioren, Soziales und Familie (KJFSS) kürzlich die Politik wach: Nach seiner Einschätzungen fehlen in den kommenden Jahren fast 100 Fachhkräfte, und künftig werden Familien bei der Vargabe von Kita-Plätzen voraussichtlich leer ausgehen (das WOCHENBLATT berichtete). Als erste Ratsfraktion reagiert jezt die SPD um Sprecher Oliver Kellmer auf den armierdenden Zustand und fordert ein Sofortmaßnahmen-Paket. Kellmer drängt: "Wir müssen zügig handeln."

Kraskas erschütternder Bericht zur Lage in den kommunalen Kitas belege "die Situation, die sich bereits in vielen Gesprächen und Hinweisen abgezeichnet hat, mit Fakten", so Sozialpolitiker Kellmer. Die einerseits erfreuliche Situation der größeren Anzahl von Kindern sei bedauerlicherweise gepaart mit einer faktischen Absenkung der zur Verfügung stehenden Plätze, einer schwierigen Lage auf dem Fachkräftemarkt, Änderungen im Landes-Schulgesetz sowie der folgenreichen Landesregelung der Gebührenbefreiung - die die Fraktion allerdings "sehr begrüße". Dies führe insgesamt zu einer "schwierigen Gemengelage" für die kommunalen Entscheidungsträger.

Als ersten Schritt hat SPD-Fraktion einen Antrag gestellt, mit dem sich Rat der Stadt Stade auf der Sitzung am Montag, 18. Juni, 18 Uhr, im historischen Rathaus befassen soll. Demnach soll die Verwaltung zur Schaffung weiterer Krippen- und Kindergartenplätze Fragen klären, wie: Welche Kapazitätserweiterungen können bei den städtischen Einrichtungen und den vorhandenen freien Trägern umgesetzt werden? Wie kann schnellstmöglichst eine neue Einrichtung mit zwei Krippen- und drei Elementargruppen - zum Beispiel im Benedixland - realisiert werden? Die Finanzierung sei, soweit nicht über Haushaltsreste möglich, im Haushalt 2019 zu sichern. Mit großen örtlichen Betrieben sollen zudem Gespräche über einen „Pakt zur Fachkräftesicherung und Kinderbetreuung“ aufgenommen werden. Kellmer: "Die Sicherstellung einer guten Kinderbetreuung ist für viele junge Arbeitnehmer von entscheidender Wichtigkeit." Er regt zudem an, dass die Stadt die Kitas bei Verwaltungsaufgaben entlastet.

Erste Ergebnisse fordert die SPD zur nächsten KJFSS-Ausschuss-Sitzung am Mittwoch, 5. September.