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Politik in Stade entscheidet: teure oder doch die billige Fassade?

Polier Reinhard Pehmöller vor dem halb zerstörten Parkhaus (Foto: tp)
bc. Stade. Stein für Stein, Betonplatte für Betonplatte wird das alte Parkhaus zwischen Stockhausstraße und Wallstraße plattgemacht. Wie das neue aussehen soll, das spätestens zur Eröffnung des Einkaufszentrums Ende 2017 fertig sein muss, darüber herrscht jedoch noch immer Unklarheit.

Am Mittwoch, 15. Juni, findet im historischen Ratssaal eine gemeinsame Sondersitzung von Finanz- und Stadtentwicklungsausschuss statt. Dann wird eine Vorentscheidung über die Gestaltung fallen. Der Rat tagt am Montag, 20. Juni, und hat das letzte Wort.

Die Verwaltung bereitet derzeit vier Ausschreibungsversionen für die Politiker vor. Grob lassen sie sich so unterscheiden: 1. ohne Gussasphalt und mit billiger „Spar-Fassade“; 2. mit Gussasphalt aber ohne teurere Fassade; 3. mit Gussasphalt und einer Fassaden-Lösung mit Metall-Lamellen; 4. mit Gussasphalt und mit der teuersten Fassadenvariante: viel Klinker sowie eine Keramik-Lösung in Holzoptik (ca. 780.000 Euro Mehrkosten).

Einig scheint sich die Politik nur dahingehend zu sein, dass die zusätzlichen Kosten von ca. 730.000 Euro für den beständigeren Gussasphalt ausgegeben werden sollen. Wie schmuck die Fassade des neuen Parkhauses tatsächlich werden soll, ist dagegen fraglich. Es könnte auf eine enge Entscheidung hinauslaufen. Offenbar hat nämlich bei einigen Gegnern des teuren Fassaden-Facelifts im Vergleich zur Sparvariante von Investor „Matrix“, von dem die Stadt das Parkhaus-Projekt mitsamt Planung übernommen hat, ein Umdenken eingesetzt.

Es ist halt ein schmaler Grad zwischen sinnvoller Verwendung von Steuergeldern - auch in Bezug auf einen späteren möglichen Verkauf des Parkhauses - und der Verantwortung, in der Altstadt keinen hässlichen Klotz zu bauen.