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Politik will Stade für Spielhallen-Betreiber unattraktiver machen

bc. Stade. Um die Innenstadt zu schützen, haben sich die Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) auf Antrag von Rot-Grün einstimmig darauf geeinigt, die Neuansiedlung von Spielhallen im Altstadtbereich künftig explizit im Bebauungsplan auszuschließen. Unklarheit herrscht nach Angaben von Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms noch darüber, ob „rechtlich gesehen“ auch Wettbüros als Spielhallen gelten. SPD-Ratsmitglied Oliver Kellmer: „Wir wollen städtebauliche Fehlentwicklungen vermeiden.“

Wie berichtet, hat der Stadtrat erst kürzlich beschlossen, den Vergnügungssteuersatz für Spielhallen-Betreiber von zehn auf 15 Prozent zu erhöhen. Ziel ist es, Stade als Standort für „Automatenburgen“ unattraktiver zu machen. Nach Angaben der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen belegt Stade landesweit einen traurigen 18 Platz von 196 betrachteten Kommunen, was die Versorgung mit Geldspielgeräten angeht. Auf einen Automaten kommen in Stade 184 Einwohner. Deutschlandweit sind es 376, niedersachsenweit 325 Einwohner.