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"Poller-Zoff" in Stade-Wiepenkathen spitzt sich zu

Am Stader Weg: Anwohner Oliver Segger - hier mit Tochter Yule Lynn - klagt über starken Durchgangsverkehr zu Stoßzeiten

Kritik an Durchgangsverkehr am Stader Weg: Stadt und Anwohner sehen sich vor Gericht

tp. Stade. Der "Poller-Zoff" zwischen Anwohnern des Stader Weges in Wiepenkathen und der Stadt Stade geht weiter: Die Parteien sehen sich am Freitag, 13. September, vor Gericht.

Wie das WOCHENBLATT vor rund einem Jahr berichtete, haben sich an der Wohnstraße Stader Weg in der Ortschaft Wiepenkathen rund 20 Familien zu einer Nachbarschaftsinitiative gegen den aus ihrer Sicht von der Stadt verschuldeten starken Durchgangsverkehr zusammengeschlossen.

Nachdem die Angelegenheit häufiger Thema im Ortsrat war, ließ die Verwaltung im Jahr 2010 zwei als Poller dienende Blumenkübel an der Ecke Stader Weg/Dahlienweg entfernen. Aus der ehemaligen ruhigen Sackgasse Stader Weg wurde eine Durchgangsstraße. Die Maßnahme hat einen guten Zweck: Der benachbarte Schwinger Ackerweg wird entlastet. Dort liegt eine Schule. Zu Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss herrscht dort starker Verkehr.

Doch die Mehrzahl der Anwohner des Stader Weges sieht sich durch die Öffnung der Durchfahrt benachteiligt. Familienvater Oliver Segger sagt: "Früher konnte ich mit meinen Kindern auf der Straße Fußball spielen. Daran ist heute nicht mehr zu denken. Es wird zu viel gerast."

Die Gegner kritisieren überdies, dass der Stader Weg nicht für den Durchgangsverkehr ausgerichtet sei. Die Teerpiste ist schmal und von schlechter Qualität, der Seitenstreifen besteht aus Schotter mit Schlaglöchern.
Einer der Gegner, Andreas Bruck (57), verklagte die Stadt schließlich vor dem Verwaltungsgericht Stade. Das Gericht forderte beide Parteien zu einer außergerichtlichen Einigung bis Ende 2012 auf. Daraus wurde nichts. Laut Kläger Bruck hat die Stadt nicht auf die Aufforderung reagiert. Nach Brucks Eindruck ist die Stadt nicht zu einem Dialog bereit und schiebt das Problem auf die lange Bank.

Dem Vernehmen nach plant die Stadt, den Stader Weg durch einen Ausbau den neuen Anforderungen anzupassen. Bei der Stadt will man wegen des laufenden Verfahrens keine Auskunft zu konkreten Plänen am Stader Weg geben.
Oliver Segger bleibt bei seinem Wunsch: "Ich und die anderen Anwohner wollen am liebsten, dass der Stader Weg wieder eine Sackgasse wird."

• Die öffentliche Verhandlung am Stader Verwaltungsgericht beginnt am Freitag, 13. September, um 8.30 Uhr.