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Pro Camper Höhe: "Wir fordern einen Stopp der Planungen"

bc. Stade. Das hatte sich bereits angebahnt: Weil die Stader Politik die legendäre Camper Höhe, eine altehrwürdige Sportanlage in Innenstadt-Nähe, zu einem Baugebiet umwandeln will (das WOCHENBLATT berichtete), haben sich jetzt Sportler und Anwohner zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Die Initiative „Pro Camper Höhe“ setzt sich nach eigenen Angaben für den Erhalt der Sport- und Grünanlage Camper Höhe ein.
Der Plan der Politik: Mit den Einnahmen aus der Vermarktung der Flächen auf der Camper Höhe, auf der vor der Fusion mit dem VfL Stade der TuS Güldenstern Stade seine Heimat hatte, soll die Sportanlage am Stadtrand in Ottenbeck weiter ausgebaut werden. Dort spielen und trainieren bereits ein Großteil der Vereinsmitglieder des fusionierten VfL Güldenstern Stade.
„Es geht nicht darum, in Konkurrenz zu den Aktivitäten des VfL Stade zu treten. Stade braucht eine Vielfalt von Orten, um Sport zu betreiben. Kinder, Jugendliche und alle anderen Bürger brauchen Möglichkeiten zu Sport- und Freizeitaktivitäten, die stadtteilnah erreichbar sind. Wir fordern einen Stopp der Planungen“, sagt Mit-Initiator Heiko Malinski. Die Camper Höhe gehöre seit mehr als 100 Jahren untrennbar zur Stadtgeschichte.
Die dortigen Grünflächen werten die Lebensqualität deutlich auf und leisten einen Beitrag zum immer wichtiger werdenden Klimaschutz, so Malinski. Letztlich stehe auch die Glaubwürdigkeit von Politik auf dem Prüfstand, habe doch der vorherige Bürgermeister der Stadt, Andreas Rieckhof, öffentlich anlässlich der Fusion versprochen, dass die Pläne für ein Baugebiet endgültig vom Tisch seien.
Die Initiative plant ein Bürgerbegehren zur Erhaltung der Camper Höhe sowie weitere Aktivitäten. Alle interessierten Bürger und Gruppen sind zur Mitarbeit am Montag, 11. Dezember, um 19 Uhr ins Güldenstern Casino eingeladen.