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Protest gegen Aussschuss-Empfehlung

Gegen Kohlekraft richtete sich der Protest der Aktivisten um Silke Hemke (li.) vom BUND. Sie verwiesen auf die alternative Wasserstofftechnik

Politik bringt Dow-Kohlekraftwerk einen Schritt weiter


tp. Stade. Vor dem Tor des Alten Rathauses protestierten die Kohlekraftgegner, doch an der Entscheidung der Lokalpolitiker konnten sie nichts ändern: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) der Stadt Stade hat auf seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag die Planungen des Chemie-Giganten Dow weiter unterstützt, am Industriestandort in Bützfleth ein kombiniertes Gas-, Kohle- und Wasserstoffkraftwerk zu errichten. Das Gremium empfahl der Verwaltung mehrheitlich, entsprechende Änderungen im Flächennutzungsplan vorzunehmen. Zudem soll der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden.
Die Grünen votierten gegen das Großbauvorhaben, mit dem sich das energieintensive Chemiewerk Dow von Stromanbietern unabhängig machen und den Standort Stade 30 Jahre sichern will. Die Grünen lehnen das Kohlekraftwerk kategorisch ab - trotz des verhältnismäßig hohen Wirkungsgrades von ca. 60 Prozent. Doch mit den Stimmen der SPD und der CDU können die Planungen nun fortgesetzt werden. Nach Dow-Zeitplan soll das Kraftwerk mit einer Leistung von 1,1 Gigawatt im Jahr 2017 in Betrieb gehen.
Silke Hemke vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) demonstrierte mit weiteren Aktivisten vom Bündnis "Stade Zukunftsfähig" gegen das Kohlekraftwerk. "Dow verfügt über innovativere Möglichkeiten der Energiegewinnung", so Hemke. Bei Dow befindet sich ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk im Bau, das klimaschonende Wasserstofftechnologie nutzt.