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Protest gegen Zubringer zum Kehdinger Kreuz

Thomas Hasselbusch (li.), Marco Viehmann und weitere Anwohner des Fasanenwegs wehren sich gegen die Ausbaupläne (Foto: tp)

Angst vor Verkehrslärm, Unfallrisiko und Wertverlust der Häuser in Wischhafen / Anwohner machen mobil

tp. Kehdingen. Mit Besorgnis reagieren Anwohner auf die Pläne der niedersächsischen Straßenbaubehörde, bei Drochtersen ein Autobahnkreuz für die A20/A26 zu bauen. Denn zum künftigen Kehdinger Kreuz führen auch Zubringer. Zu diesem Zweck sollen die miteinander verbundenen Kreisstraßen K12, die in Wischhafen Fasanenweg heißt, und die K27 auf Drochterser Grund zu einer Bundesstraße ausgebaut werden.

"Wir als Anwohner wollen uns nicht ohne Widerstand eine Bundesstraße vor die Haustür setzen lassen", sagen Marco Viehmann (30) und Thomas Hasselbusch (44). Die Familienväter, die Wohnhäuser am Fasanenweg besitzen, sind Initiatoren der neu gegründeten Betroffenengemeinschaft K12/K27. Gemeinsam mit weiteren Anwohnern wollen sich die Aktivisten für eine alternative Streckenführung stark machen.

"Wer sich nicht rechtzeitig zu Wort meldet, hat schon verloren", sagt Projektmanager Marco Viehmann, der am Fasanenweg für sich, seine Ehefrau Nicol (27) und die beiden Kinder Lea-Sophie (2) und Lukas (1) kürzlich ein Eigenheim errichtete.

Angesichts der jüngst in Drochtersen bei einer Bürger-Informationsveranstaltung vorgestellten von den Behörden favorisierten Zubringerstrecke über die Bundesstraße B495 sowie die K12/K27, die zu einer Bundesstraße umgewidmet und entsprechend verbreitert werden soll, befürchtet er Verkehrslärm während der Bauphase, Unfallrisiko durch Zunahme des Kraftverkehrs und infolgedessen die Verschlechterung der Lebensqualität und den Wertverlust seiner Immobile und seines Grundstücks.

Mit den gleichen Argumenten zieht Thomas Hasselbusch gegen den Zubringer, der nach aktuellen Plänen und rund zehn Jahren fertig sein soll, zu Felde. Mit seiner Ehefrau Martina (44) und den drei Töchtern Laura (16), Indra (14) und Bele (12) wohnt der Bootsbauer in einem vor 20 Jahren errichteten Einfamilienhaus, das sein künftiger Altersruhesitz und seine Kapitalanlage ist.

Marco Viehmann und Thomas Hasselbusch wollen sich u.a. für eine wohnortferne Trassenvariante durch die angrenzende Feldmark und für ein Tempolimit stark machen. Die Protestler hoffen auf Unterstützung weiterer Anlieger. An der vorgesehen Zubringertrasse liegen nach ihrer Zählung rund 90 Wohnhäuser.

Am Mittwoch, 28. Juni, laden die Aktivisten um 19.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung ins Gasthaus Heiko Sieb in Wischhafen ein. Zu Gast ist die Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen aus Hamburg, die über viel Erfahrung im Planungs- und Straßenbaurecht verfügt. Das Planfeststellungsverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit beginnt nach der politischen Sommerpause.

• E-Mail: antizubringer@gmx.de