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Querungshilfen für Fledermäuse in Stade

Heimische Fledermausart: der Große Abendsegler (Foto: NABU Kreisverband Stade/Ebbinghaus)

150 Gäste beim Infomarkt zu Industriegleis und Autobahn

tp. Stade. Gut 150 Besucher nutzten den Infomarkt, der am Donnerstag im historischen Rathaus der Stadt Stade stattfand, um sich über die Planung für den Weiterbau der Autobahn A26 im Bauabschnitt 5b und die Verlegung des Industriegleises, der Deutschen-Bahn-Strecke 1236, zu informieren. Bahnschienen und Autobahn sollen am Stadtrand über einen gemeinsamen Damm geführt werden - eine künstliche Hürde für wildlebende Tiere. Daher gehören Durchlässe für Fledermäuse und ein Tunnel für Fischotter zum vorläufigen Konzept.

Beim Infomarkt standen Vertreter der für beiden großen Trassen-Vorhaben zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV), der Stadt Stade sowie der DB Netz AG, die hier eng zusammenarbeiten, Interessierten im persönlichen Gespräch Rede und Antwort und erläuterten die Planungen. Viele Besucher hielten sich weit über eine Stunde auf. An insgesamt sechs Infoständen informierten die Experten Ratsuchende anhand ausgehängter Pläne und Themenposter zur Streckenführung, zum Baugrund, zur Bautechnik, zum Immissionsschutz (Lärm) wie auch zum Stand der Landschafts- und Umweltplanung, zum Grunderwerb und zur Entwässerung.

Auf besonders großes Interesse stießen die Streckenführung von Autobahn und Industriegleis sowie die zu erwartenden Schallbelastungen für Anwohner. Insbesondere zum Lärm durch den Güterverkehr wurden viele Fragen gestellt. Dieser wird zukünftig außerhalb der Stadt geführt, wodurch es nur noch im Anschlussbereich zu erhöhten Lärmbelastungen kommt. Diese werden laut Planern künftig aber durch Schallschutzmaßnahmen vermieden, durch die die heutige Situation an der Stelle verbessert wird.

Bahngleis und Autobahn sollen in Teilen auf einem Sandwall verlaufen, der den Lebens- und Jagdraum von sieben bei einer Kartierung festgestellten Fledermausarten und für den Fischotter darstellt. Eine kritische Einschätzung zum Nutzen der Anlagen für heimische Fledermäuse wie den Großen Abendsegler von Wolfgang Ebbinghaus, Zweiter Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Stade und Fledermaus-Regionalbetreuer des Landkreises, lesen Sie in einer kommenden WOCHENBLATT-Ausgabe.