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Reiterverein Horneburg bangt um die Existenz

Die erste Vorsitzende Claudia Jenkins (vorne re.) und die 2. Vorsitzende Brigitte von Maercker hoffen auf einen Zuschuss vom Flecken (Foto: lt)
lt. Horneburg. Die Mitglieder des Horneburger Reitervereins zittern. Wenn sie keinen Zuschuss vom Flecken in Höhe von 20.000 Euro bekommen, steht der Verein höchstwahrscheinlich vor dem Aus. "Es geht ums Überleben", berichtete die 2. Vorsitzende, Brigitte von Maercker, in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses. Am Ende der Sitzung gab das Gremium den Antrag ohne Empfehlung weiter an den Rat, der eine Entscheidung treffen soll.
Benötigt wird das Geld für zwei Dinge, die beide im kommenden Jahr umgesetzt werden müssen. Der Verein muss aufgrund strengerer Vorschriften des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums eine Mistplatte mit Güllegrube bauen. Kosten: 16.000 Euro. Außerdem muss eine neue Außenweide eingezäunt und neu eingesät werden. Kosten: ca. 7.200 Euro.
"Wir sind auf Unterstützung angewiesen", so von Maercker. Im Grunde sei der 1922 gegründete Verein finanziell gut aufgestellt. Mittel für die hohen Betriebskosten, die kontinuierlich anfallenden Reparaturen am Dach und am Hallenboden sowie die Pflege des Außengeländes und der regelmäßig nötigen Erneuerung des Pferdebestandes seien vorhanden. Die 20.000 Euro, die nun aber "on-top" fällig würden, sprengen den Budget-Rahmen des gemeinnützigen Vereins, so von Maercker.
Die 2. Vorsitzende wies noch einmal darauf hin, dass rund zwei Drittel der knapp 300 Vereinsmitglieder Kinder und Jugendliche seien, die im Umgang mit Pferden u.a. Sozialkompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen erwerben, aber auch in ihrer Motorik und Konzentration geschult werden.
Die Mitglieder erwarten nun mit Spannung die Entscheidung des Fleckenrates und hoffen, dass sie 2022 ihr hundertjähriges Bestehen feiern können.
Die nächste Sitzung des Fleckenrates findet am Dienstag, 12. Dezember, um 19 Uhr im Rathaus statt.