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Rotlicht-Rüpel ignorieren Ampel-Signal

An der Gefahrenkreuzung Pommernstraße/Harsefelder Straße: Ratsherr Johann Hinrich Heinsohn (li.) und sein Nachbar Holger Hillmann Foto: tp

Ratsherr Johann Hinrich Heinsohn warnt vor Rasern an der Kreuzung Harsefelder Straße/Pommernstraße

tp. Stade. Mit größter Besorgnis betrachtet Ratsherr Johann Hinrich Heinsohn (33, Gruppe FDP, UBLS, Piraten) aus Stade das Verkehrsgeschehen an der viel befahrenen Ampelkreuzung Harsefelder Straße/Pommernstraße. Nach seinen Beobachtungen kommt es dort häufig zu gefährlichen Situationen, weil Autofahrer stadtauswärts auf der Ausfallstrecke Harsefelder Straße das Rot-Signal ignorieren. Heinsohn will das drängende Thema jetzt im Stadtrat aufs Tapet bringen.

"Wenn man aus der Wohnstraße Pommernstraße kommend auf die Harsefelder Straße abbiegt, läuft man ständig Gefahr, von einem Raser regelrecht 'abgeschossen" zu werden", klagt Heinsohn, der seit dem Jahr 2011 an der Pommernstraße wohnt. "Ich habe in diesem Jahr schon zwei Fälle erlebt, bei denen ich nur durch eine Vollbremsung einen Unfall verhindert habe", sagt der routinierte Autofahrer, der nebenberuflich Taxi fährt.

Auch Heinsohns Nachbar Holger Hillman (72) ist angesichts der anhaltenden Gefahrenlage beunruhigt. Er macht sich Sorgen um die zahlreichen Schulkinder aus der Wohnsiedlung, die seiner Meinung nach die riskante Verkehrslage nur schlecht überschauen können. Hillmann, der seit einem Jahrzehnt an der Pommernstraße wohnt, berichtet von wiederholten Unfällen an der Raserkreuzung.

Bereits im Herbst 2017 seien die Anwohner der Pommernstraße 4 von den Behörden aufgefordert worden, für bessere Sicht auf die Kreuzung die Bäume auf dem Grundstück zurückzuschneiden. Die Aktion habe aber keinen spürbaren Erfolg gebracht, so Heinsohn. Denn seitdem hätten sich an dem Brennpunkt schon mindestens drei neue Unfälle ereignet. Der jüngste Unfall geschah laut Johann Hinrich Heinsohn am Montag, 19. März, gegen 16.30 Uhr.

Der Lokalpolitiker informierte die Verwaltung in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) über das Problem. Daraufhin hätten Mitarbeiter der Stadt und der Polizei an einem Tag den Verkehr an der Kreuzung beobachtet.
Das ist Heinsohn nicht genug: "Ich möchte eine gründliche Bestandsaufnahme des Unfallgeschehens."

In dieser Angelegenheit hat er bei der Polizei um eine lokale Unfallstatistik gebeten. Zudem will sich Heinsohn dafür einsetzen, dass das Thema im nächsten Ausschuss für Sicherheit und Verkehr, der am Mittwoch, 23. Mai, tagt, beraten wird. Eine entsprechende Anfrage an die Bürgermeisterin ist gestellt.

Liebe Leser, kennen Sie weitere Gefahrenpunkte im Stader Stadtverkehr? Schreiben Sie uns eine E-Mail an red-bux@kreiszeitung.net, Stichwort "Rot-Rüpel".