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Schäden und Enge und auf den Straßen in Stade-Hahle

Schäden zwischen Fahrbahn und Gehweg im Bereich Sprehenweg/Drosselstieg hat Anwohner H.D. mit Flatterbändern markiert

Bürger müssen sich gedulden / Stadt erarbeitet Verkehrs-Rahmenplanung / "Mit kleinen Eingriffen die Sicherheit verbessern"

tp. Stade. Unzufrieden mit der "allgemein schlechten Verkehrslage", der Enge auf Fahrbahnen, Bürgersteigen und Parkplätzen bzw. mit dem teils schlechten baulichen Zustand der Straßen und Wege im Stader Stadtteil Hahle ist WOCHENBLATT Leser Peter Schulz* (68). Der Rentner, der aus persönlichen Gründen anonym bleiben will, hat sich in dieser Angelegenheit nach eigenen Angaben schon ohne Erfolg bei der Stadt beschwert. Das WOCHENBLATT mischt sich ein und hakt bei der Verwaltung nach: Nils Jacobs, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, zeigt Verständnis für Peter Schulz' Kritik.

Im Einzelnen beklagt der Anwohner, dass sich während der inzwischen beendeten Bauarbeiten der Genossenschaft Wohnstätte zwischen Fahrbahn und Bürgersteig im Bereich Sprehenweg/Drosselstieg Schlaglöcher gebildet hätten. Er warnt vor Stolperfallen zwischen Gehwegeinfassung und dem Fahrstreifen. Die gefährlichen Stellen hat er mit Flatterband an Holzpflöcken markiert. Der Schaden sei durch durch Baufahrzeuge und Möbelwagen - aber auch durch Ausweichmanöver von Linienbussen - entstanden. Zur Abhilfe schlägt er z.B. Bepflanzung oder Einebnung auf Pflasterhöhe vor. Alternativ könne er sich Park-/Ausweich-Buchten vorstellen.
Weiter kritisiert Peter Schulz, Mieter der Wohnstätte würden die umliegenden Pkw-Stellplätze anderer Mieter blockieren, Autos würden häufig halb auf den Gehwegen parken. Und: In dem Viertel gebe es kaum Wendemöglichkeiten.

Fachbereichsleiter Jacobs stellt langfristig Besserung in Aussicht. Nach der Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ habe die Stadt die Aktivitäten im Stadtteil Hahle verstärkt. "Doch bevor einzelne Maßnahmen umgesetzt werden, erarbeiten wir eine Rahmenplanung, die auch die Themen Straße und Verkehr umfasst."

Die beschriebene Enge im Straßenraum und der Parksituation treffe auf viele weitere Stadtteile zu. Hinsichtlich des Begegnungsverkehrs und der Konkurrenz um die Pkw-Stellplätze mahnt Jacobs zur gegenseitigen Rücksichtnahme.

Trotz des Mangels an öffentlichen Flächen für den Verkehr gelinge es an vielen Stellen in der Stadt, "mit kleinen Eingriffen die Sicherheit und Lebensqualität zu verbessern. Daran arbeiten wir auch für Hahle", so Jacobs
Um die Fußwegschäden am Sprehenweg/Drosselstieg will sich auch der Chef der Wohnstätte Stade, Dr. Christian Pape, kümmern. Da die Bauarbeiten dort bereits im Jahr 2014 stattfanden, sei die Ursache nur schwer zu rekonstruieren. Dessen ungeachtet wolle die Wohnstätte "zur Klärung und Behebung beitragen". Pape lädt Peter Schulz ein, "sich direkt bei uns zu melden".

Peter Schulz will auf das Angebot zurückkommen. Überdies sei er darauf gespannt, wie die Stadt Stade die Probleme in Hahle löst. "Auch wenn es auch noch etwas Zeit kostet - Hauptsache, es passiert überhaupt etwas."

*Name v.d. Red. geändert