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Schafsdünger unerwünscht

In der Barger Heide müssen Hunde an der Leine geführt werden (Foto: Helmut_Bergmann_Landkreis)

Stadt Stade unterstützt Naturschutz in Barge / Naherholungsfunktion wahren

tp. Stade. Im kommenden Jahr soll die Barger Heide im Süden der Stadt Stade offiziell Naturschutzgebiet werden (das WOCHENBLATT berichtete). Schon jetzt ist das artenreiche, 40 Hektar große Areal Landschaftsschutzgebiet und Teil des EU-Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“. Die Stadt Stade als Eigentümerin war seitens des Landkreises zu einer Stellungnahme aufgefordert, die die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) am Mittwochabend diskutierten und einstimmig verabschiedeten. Demnach unterstützt die Stadt die künftig geltenden schärferen Naturschutzbestimmungen, möchte aber ihre Interessen in Sachen Naherholung und Waldnutzung und Schafhaltung gewahrt wissen.
Da viele Erholung suchende Hundebesitzer in ihrer Freizeit in der Barger Heide spazieren gehen, sollen "Hunde weiter erlaubt sein", forderte u.a. Hans Blank (SPD), "sonst bekommen wird Probleme mit den Haltern", warnte er vor einem Nutzungskonflikt. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage sagt Kreis-Pressesprecher und Biologe Christian Schmidt, dass es künftig bei der Vorschrift bleibe, Hunde anzuleinen. Weiter hatten Ausschussmitglieder Bedenken hinsichtlich des in dem Gebiet unerwünschten "Nährstoffeintrages".
Tatsächlich soll in dem Gebiet Düngung unterbunden werden, um Grasbewuchs zwischen den genügsamen Heidepflanzen zu vermeiden. Hundehalter sind daher angehalten, die Häufchen ihrer Vierbeiner in einen Kotbeutel zu entsorgen. Mehr jedoch ist laut Schmidt der Schäfer gefordert, dessen Schafe durch Rückbiss den Heidebestand pflegen. Artbedingt würden die Schafe nachts ihr Geschäft verrichten, sodass die Kreisnaturschutzbehörde empfehle, die Tiere abends in einen Pferch zu treiben.
Die Stadt möchte weiter ein Waldstück in der Barger Heide als Kompensationsfläche nutzen - das heißt, zum Ausgleich von Baumfällungen im Stadtgebiet dort Neuanpflanzungen vornehmen. Dies ist laut Kreis-Sprecher Schmidt "kein Problem".